Familienwerkstatt hilft Paaren auf dem Weg zur Elternschaft / Kommende Woche drei Seminare in Verden

Damit es Vater, Mutter und Kindern gut geht

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Hebamme Valentina Gross, Kinderarzt Prof. Dr. Hannsjörg Bachmann und Kinderkrankenschwester Birgit Ditzfeld (v.l.) gehören zu dem 15-köpfigen Team der Seminarleiter.

Verden/Landkreis - Ein Baby ist unterwegs. Der Geburtsvorbereitungskurs wird gebucht, der Kinderwagen ausgesucht, die Erstausstattung gekauft. Aber wie gelingt dem Paar der Sprung in die Elternschaft, wie erwächst aus zwei Individuen eine Familie? Hier setzt die Familienwerkstatt im Landkreis Verden an mit ihren „Seminaren für werdende Eltern und Eltern von Kindern bis zu drei Jahren“.

„Die Idee dahinter ist, dass das Paar schon vor der Geburt darüber redet, was es denn will“, erklärt Prof. Dr. Hannsjörg Bachmann den frühzeitigen, präventiven Ansatz. Der Kinderarzt ist Mitbegründer der Familienwerkstatt und weiß aus seiner langjährigen Berufserfahrung: „Das Projekt Familie gelingt nicht immer so, wie man sich das vorgestellt hat.“ Die Folge seien unzufriedene Eltern, schlimmstenfalls die Trennung. „Wenn es den Eltern nicht gut geht, geht es auch den Kindern nicht gut“, setzt Valentina Gross die Reihe fort. Die Hebamme gehört wie Bachmann und die Kinderkrankenschwester Birgit Ditzfeld zu dem 15-köpfigen Team, das die Elternseminare leitet.

Diese sind angelegt als Gesprächsrunden unter fachlicher Begleitung. Es geht nicht um Belehrungen. „Die Eltern sind die Experten für ihre Kinder“, sagt Gross. Dieses Bewusstsein möchte die Familienwerkstatt in den Müttern und Vätern wecken und stärken.

„Wie geht es uns auf Dauer miteinander gut?“, formuliert Bachmann die Frage, auf die die Teilnehmer bei den Seminaren eine individuelle Antwort finden sollen. Denn dass es allen gut geht, „das ist es ja, was Eltern wollen“, bringt Birgit Ditzfeld die Interessen von Vater und Mutter auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.

Insgesamt 18 Bausteine der Familienwerkstatt befassen sich mit der Bedeutung der ersten Lebensjahre oder dem Umgang mit Konflikten, mit Ritualen und Regeln im familiären Alltag, mit dem Lernen, der frühkindlichen Sexualität oder dem Umgang mit Medien.

Die Seminare sind je nach Interessenlage oder Bedarf einzeln buchbar, die Teilnahme ist stets kostenlos, ja, es gibt sogar einen Babysitter-Bonus in Höhe von 20 Euro. Schließlich wünschen sich die Initiatoren die gemeinsame Teilnahme von Vater und Mutter. Denn beiden obliege die Verantwortung für die Familie, stellt Hannsjörg Bachmann fest.

„Wie geht es uns mit unserer Familie – Mutter, Vater, Kind?“ ist denn auch das Seminar am kommenden Montag, 6. Juli, überschrieben (siehe Infokasten). Valentina Gross und Birgit Ditzfeld werden es gemeinsam mit Hannsjörg Bachmann leiten. „Damit auch die Männer ein Gegenüber haben“, sagt der Kinderarzt schmunzelnd.

Ihm ist sehr daran gelegen, die Väter mit ins Boot zu holen und ihnen dabei behilflich zu sein, ihren Platz in der Familie zu finden. Das sei mitunter gar nicht so einfach, da die Mütter durch Schwangerschaft und Stillzeit viel früher eine enge Bindung zum Kind knüpfen könnten.

TERMINE:

In der kommenden Woche bietet die Familienwerkstatt drei Seminare an, jeweils von 19.30 bis 21.30 Uhr.

Montag, 6. Juli: „Wie geht es uns mit unserer Familie – Vater, Mutter, Kind?“ (Zielgruppe sind (Groß-)Eltern und Alleinerziehende mit Kindern im ersten Lebensjahr).

Dienstag, 7. Juli: „Rituale und Regeln im Familienalltag“ (zweites Lebensjahr).

Mittwoch, 8. Juli,: „Rettet die Neugier – Wie Kinder lernen“ (drittes Lebensjahr).

Veranstaltungsort ist jeweils die Stadtwaldfarm in Verden, Am Bürgerpark 3. Ein Team aus den Berufsgruppen Pädagogik, Psychologie und Gesundheit begleitet die Seminare.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird jedoch gebeten unter E-Mail info@fokus-verden.de.

kp

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