Urahn stammt aus Schweden

Familientreffen der Müffelmanns: Anreise aus Amerika

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Viele Müffelmanns beim Treffen zur Stadtführung am Lugenstein.

Verden - Rund 100 Mitglieder der Familie Müffelmann feierten am Wochenende ein großes internationales Familientreffen, denn sogar zwölf Müffelmanns aus den USA waren gekommen.

Seit über 350 Jahren ist die Familie Müffelmann im Großraum Verden ansässig. Zweige der Familie reichen aber auch bis in die USA und Mexiko. Die drei in Norddeutschland lebenden Cousins Hermann, Frank und Kay Müffelmann fanden, dass es an der Zeit ist, die Familien wieder näher zusammenzurücken. Beide organisierten die große „Reunion“.

Die Wurzeln der Familie Müffelmann liegen in Schweden. Der Stammbaum reicht bis zu einem Stephan von Müffelmann zurück, der 1579 in Schweden geboren wurde. Im Zuge der Besatzung des Schwedenkönigs Karl X. kam Stephan von Müffelmann als Hauptmann nach Deutschland. Um 1650 ließ er sich als Schlachter in Verden nieder und gründete eine Familie. Das älteste Dokument, das die Anwesenheit der Müffelmanns in Dörverden belegt, findet sich in einem Kirchenbuch aus dem Jahr 1660. Dort wird die Heirat eines Heinrich Müffelmann mit Catharina Wagner erwähnt. Doch nicht alle Müffelmanns blieben in der Region, einige zog es auch in die neue Welt. Im Zeitraum von etwa 1840 bis 1930 wanderten viele in die USA und Mexiko aus. Einer der ersten Auswanderer war Johann Heinrich Müffelmann aus Wechold. Es ist überliefert, dass er 1874 in Kansas wählte.

Viele Müffelmanns beim Treffen zur Stadtführung am Lugenstein.

Woher der Name Müffelmann eigentlich kommt, lässt sich nicht genau sagen. „Unsere Ahnin Annemarie Müffelmann (geb. 16.9.1928) glaubt, dass die Nachnamensbildung sehr gut aus dem Wappen mit der Eule im Zentrum abzuleiten sei“, berichtet Hermann Müffelmann. Aus dem „Uhu-Vogel-mann“ oder dem gleichnamigen Ruf „Mu-Vogel-mann“ sei umgangssprachlich irgendwann „Müffelmann“ entstanden.

Mit der Familiengeschichte haben sich viele Müffelmanns gern beschäftigt. „Im Nachlass meines Vaters fand ich den Stammbaum der Familie und viele Unterlagen. Allerdings alles nicht geordnet“, erzählt Hermann Müffelmann. Schon der Bruder seines Opas habe die „Geschichte der Sippe Müffelmann“ aufgeschrieben. Bei der Beschäftigung mit der Familiengeschichte, entstand bei Hermann Müffelmann der Wunsch, wieder einmal möglichst viele der Familienmitglieder zu vereinen.

Die meisten kennen sich nicht, aber die Chemie stimmt sofort

Das letzte große Treffen liegt schon 49 Jahre zurück. „Wenn wir es nicht jetzt machen, wissen unsere Kinder überhaupt nicht mehr, wer mit wem verwandt ist“, erklärt er. Gemeinsam mit zwei seiner Cousins recherchierte er in Datenbanken und in sozialen Netzwerken. Circa 200 Verwandte machten sie ausfindig. Dank der frühzeitigen Einladung reisten auch einige der Müffelmanns aus North Carolina und Minnesota an. „Sie haben das Familientreffen mit einer Deutschlandreise verbunden“, erzählt Hermann Müffelmann. Die Verwandten aus New Mexiko konnten leider nicht kommen, schickten aber herzliche Grüße.

Am Freitag traf sich die Familie im Waldhof in Unterstedt. Obwohl sich die meisten nicht kannten, sei die Stimmung gleich gut gewesen, berichtet Hermann Müffelmann. Älteste Teilnehmerin war Marlies Müffelmann, die am 6. Mai ihren 88. Geburtstag feierte. Anlässlich des Treffens wurde gleich die große Ahnentafel ergänzt, Fotos und Adressen ausgetauscht. Bei zwei Familien aus Hamburg konnte die Ahnenlinie noch nicht bestimmt werden. Es gibt wieder Arbeit für die Familienforscher.

Mit einer Stadtführung durch Verden und einem Mittagessen bei „Sotti´s“ endete am Sonnabend der offizielle Teil des Familientreffens. Bis zum nächsten Mal soll nun aber nicht mehr so viel Zeit vergehen, die Müffelmanns planen, sich nun alle fünf Jahre zu treffen.

ahk

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