Familienforscher stellen neue Datenbank vor / 3000 Namen aus 34 Quellen

Den Gefallenen beider Weltkriege auf der Spur

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Die Familienforscher Bärbel Ebeling und Gisbert Berwe haben mit ihrer neuen Datenbank die Spuren der Kriegsgefallenen sichtbar gemacht.

Verden - In einer neu eingerichteten Datenbank der Verdener Familienforscher können Interessierte jetzt die Spuren der Opfer beider Weltkriege im Landkreis Verden nachverfolgen. Entwickelt wurde die Datenbank von den Vorsitzenden des Vereins, Bärbel Ebeling und Gisbert Berwe. Um die Quellen für das Internet aufzuarbeiten, haben sie unter anderem mit dem Kreis- und dem Stadtarchiv zusammengearbeitet. Am Mittwochabend stellte Ebeling Mitgliedern und Interessierten die neue Datensammlung im kleinen Saal des Doms vor.

Die Daten sind unter der Rubrik Gedenk- und Mahnmale auf der Homepage des Vereins www.verdener-familienforscher.de zu finden. Neben den Opfern beider Weltkriege gehören auch die Namen einiger Gefallener aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/ 71 zum Bestand. Die Datenbank der Verdener Familienforscher ist nicht die einzige, in der Informationen über Kriegsgefallene zu finden sind.

Die wohl wichtigste ist die des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Onlineprojekts Gefallenendenkmäler. „Wir haben uns trotzdem für dieses Projekt entschieden, weil wir den Landkreis Verden genauer aufarbeiten wollen, aber auch, weil wir uns erweiterte Suchfunktionen wünschen“, erklärte Ebeling. So biete die Datenbank der Verdener Familienforscher die Möglichkeit, nach den Kriterien Namen, Quellen, Geburts- oder Sterbeorten zu suchen. „Die Suche nach Geburts- und Sterbeorten ist leider nur unvollständig möglich. Wenn wir keine Informationen haben, können wir keine anzeigen“, so Ebeling.

Die Datenbank stecke erst in den Anfängen und solle ständig erweitert werden, betonte sie. Momentan sind dort knapp 3000 Namen aus 34 verschiedenen Quellen zu finden. Ausgewertet wurden verschiedene Ehrenmäler und -tafeln, darunter auch einige, die nicht öffentlich zugänglich oder weitgehend unbekannt sind, wie die Gedenktafeln im Domgymnasium, im ehemaligen Lehrerseminar (heute Behördenhaus) oder im Landgericht. Auch Kriegsgräber oder Inschriften auf Grabsteinen auf Familiengräbern sowie Gedenkbücher aus den Gemeinden St. Johannis, St. Andreas und der Domgemeinde wurden berücksichtigt. Die in der Datenbank hinterlegten Bilder können mit einem Klick gezoomt werden, so dass die Namen gut lesbar sind. Manche tauchen in mehreren Quellen auf, so dass sich Rückschlüsse auf das Leben der Person ziehen lassen.

Wer noch weitere Informationen über die Kriegsgefallenen im Landkreis Verden zur Verfügung stellen kann, ist herzlich eingeladen, mit Bärbel Ebeling oder Gisbert Berwe Kontakt aufzunehmen. E-Mail info@verdener-familienforscher.de, Anschrift: Verdener Familienforscher e.V. Am Alten Pulverschuppen 10, 27283 Verden.

ahk

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