Familien- und Sozialdienstleister fühlt sich am neuen Standort gut aufgehoben

Fokus ist umgezogen

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Thomas Behrendt, neuer Geschäftsführer bei Fokus, Familien und Sozialdienstleister, in einem der neuen Büros am Anita-Augspurg-Platz 14.

Verden - Von Erika Wennhold. Aus jedem Fenster ein schöner, wenn nicht gar einmaliger Blick. Der Familien- und Sozialdienstleister Fokus hat sich für seinen neuen Standort eine besonders charmante Verdener Ecke ausgesucht: zu Füßen des Doms mit Blick auf das grüne Kupferdach, die Andreaskirche oder die Patrizierhäuser gegenüber.

Früher waren in dem Fachwerkhaus am Anita-Augpurg-Platz verschiedene Arztpraxen untergebracht. Jetzt teilt sich Fokus das Gebäude mit der Suchtberatung des Kirchenkreises Verden. Die schönen, hellen Räume im Obergeschoss, die Nähe zur Stadt und die Möglichkeit, den rückwärtigen Garten zu nutzen, gaben unter anderem den Ausschlag für dieses Domizil, das in viermonatiger Umbauzeit zunächst entkernt und dann nach den Bedürfnissen des Familien- und Sozialdienstleisters wieder ausgebaut wurde.

Entstanden ist eine räumliche Kleinteiligkeit für Büros und Beratungsräume mit einer kleinen Küche und Sanitärbereich. Gut angekommen ist bei den Fokus-Mitarbeitern, dass der Vermieter bei den Umbauarbeiten sehr behutsam vorging und dort, wo es möglich war, aufwendig restaurierte. Sofort ins Auge fallen die abgeschliffenen und neu versiegelten Bodendielen oder die Bogenfenster an der Straßenseite.

„Jetzt sind wir endlich alle auf einer Etage“, beschreibt Geschäftsführer Thomas Behrendt den größten Vorteil durch den Umzug. „Das war am alten Standort, dem Johanniswall, nicht so.“

Berendt hat die Geschäftsführung am 1. November 2015 von seiner langjährigen Vorgängerin Gunda Schmidtke übernommen.

Auch aus diesem Grund ist der Umzug Anlass für eine größere Veranstaltung geworden. Thomas Behrendt und seine Kollegen hatten zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Vertreter der Stadt, des Landkreises, der Schulen und anderer sozialer Einrichtungen waren gekommen. Der richtige Zeitpunkt für den neuen Geschäftsführer, sich all jenen gleichzeitig vorzustellen.

Der „Mittvierziger“ ist den 70er-Jahren in Hamburg in einer Großfamilie aufgewachsen. Nach einer handwerklichen Ausbildung ließ sich Thomas Behrendt zum Krankenpfleger ausbilden, später holte er Abschlüsse nach, um ein sozialpädagogisches Studium aufzunehmen, wobei er sich schnell auf Psychologie und Suchtberatung konzentrierte. Die Arbeit im Bremer Jugendgefängnis und im Therapiezentrum führte ihn schließlich zur Entwicklungshilfe ins Ausland. Zurück in Deutschland ging es zu Aufbaustudien wieder an die Universität mit dem Ziel, freiberuflich zu arbeiten. „Aber dann lernte ich Gunda Schmidtke kennen, und die hat mich davon überzeugt, dass es auch anders geht.“

Das war 2009. Wie gut seine damalige Entscheidung war, beweist seine Bereitschaft, heute große Verantwortung im gemeinnützigen Unternehmen zu übernehmen. Verteilt auf die Standorte Bremen, Weyhe, Diepholz und Verden ist er Chef von 35 Mitarbeitern. Darunter Sozialpädagogen, Erzieher, Therapeuten, Sozialassistenten und Heilpädagogen. An diesen Standorten werden mobile Beratung, intensive Jungengruppe, Müttergruppe, Fahrradwerkstatt, Familienwerkstatt oder regelmäßige Veranstaltungen in der Stadtwaldfarm angeboten.

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