Ermittler und Staatsanwaltschaft überführen Tatverdächtige / Weitere gesucht

Falsche Enkel und Polizisten

Mit diesem Foto fahndet die Polizei weiter nach dem Täter. Foto: Polizei
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Mit diesem Foto fahndet die Polizei weiter nach dem Täter.

Landkreis – Bereits im Oktober ist eine 88 Jahre alte Frau aus Ritterhude Opfer von Betrügern geworden. Als falsche Polizisten haben die Täter sie um 10 000 Euro gebracht. Intensive Ermittlungen brachten Beamte des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Verden/Osterholz jetzt auf die Spur von zwei Tatverdächtigen. Laut Polizeibericht stehen ein 34 Jahre alter Mann und eine 28-Jährige im Verdacht, die Wertgegenstände bei der Frau in Ritterhude abgeholt und Teile der Beute an einen derzeit unbekannten Mittäter weitergeleitet zu haben. Am Mittwoch wurden die Wohnungen der beiden Tatverdächtigen in Bremen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verden durchsucht.

Den Ermittlern immer noch unbekannt ist der Mann, der sich gegenüber der 88-Jährigen am Telefon als Polizeibeamter ausgegeben hatte. Durch geschickte Gesprächsführung, so die Polizei, habe er der Frau den Eindruck vermittelt, dass ihr Vermögen akut in Gefahr sei. Der Anrufer informierte sie, dass Polizisten ihre Wertgegenstände bei ihr zu Hause abholen und sicher aufbewahren würden. So getäuscht, händigte die Rentnerin schließlich Wertgegenstände von über 10 000 Euro an eine falsche Polizistin aus.

Weitere Täter sind aber mit diesen Maschen aktiv. Bei der Polizei in Ritterhude seien erst am Dienstag wieder mehrere Hinweise auf derartige Anrufe eingegangen, teilt die Polizei mit. Im Zusammenhang mit solchen Tatmustern fahndet die Polizei Verden weiterhin nach einem bislang unbekannten Tatverdächtigen zu einem Enkeltrick am 1. August. Damals hatten Betrüger ebenfalls durch eine Telefonmasche mehr als 10 000 Euro von einer 78-jährigen Kirchlintelerin erlangt. Eine bislang unbekannte Frau hatte sich am Telefon als Verwandte der Seniorin ausgegeben und um Geld für einen Wohnungskauf gebeten. Die Frau besorgte die Summe im Glauben, ihrer Verwandten zu helfen und händigte das Geld an einen immer noch unbekannten Mann aus. Er sei vom Bremer Hauptbahnhof aus mit dem Taxi angereist, heißt es im Polizeibericht.

Wer den Mann (Foto links) kennt oder Hinweise zu seiner Identität geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 04231/8060 bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz zu melden.

Die Polizei mahnt zur Vorsicht bei verdächtigen Anrufen. In diesen Gesprächen bauen die Täter Zeitdruck auf und rufen häufig in kurzen Abständen mehrfach an. Die Opfer sollten die Rufnummer des Anrufers mit der bekannten Nummer des Angehörigen vergleichen. Niemals rufe die Polizei unter der Telefonnummer 110 bei Bürgerinnen und Bürgern an, warnt Polizeisprecherin Sarah Humbach.

Das Gespräch sollte beendet und die Polizei direkt informiert werden. Ein eigenständiger Anruf bei dem Angehörigen unter den altbekannten Rufnummern und ein Gespräch mit anderen Verwandten oder einer Vertrauensperson könne helfen,

Auf keinen Fall sollte man Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben. Informationen über finanzielle Verhältnisse sollte man zudem nicht am Telefon mitteilen. Opferhilfeorganisationen wie der Weiße Ring könnten kurzfristig Hilfestellung geben, die über das Durchsetzen der Opferrechte hinaus geht. Auch fehlgeschlagene Betrugsversuche sollte man der Polizei melden.

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