AG am Gymnasium ausgezeichnet

Fairer Handel setzt sich durch

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Gemeinsam für einen fairen Handel: die Arbeitsgemeinschaft des GaW mit ihren Begleitern. 

Verden - Das Gymnasium am Wall ist die erste Fairtrade- School in der Allerstadt. Fünf Kriterien mussten dafür erfüllt werden. Dazu gehören die Bildung eines Schulteams, Erstellen eines Kompasses, der Verkauf von Fairtrade-Produkten in der Schule, das Thema Fairtrade im Unterricht sowie eine dazu passende Schulaktion. Fairtrade-Botschafterin Jutta Lücke überreichte eine Urkunde sowie das offizielle Fairtrade-School-Schild.

Der Rahmen der Übergabe war entsprechend feierlich gestaltet: Musiklehrer Gerd Alsleben gab gemeinsam mit den Schülern Isabell Schünemann (Sax), Johanna Lindhorst (Gesang) und Tim Hosenrock (Percussion) den Ton an. Nach den Redebeiträgen von Schulleiterin Petra Sehrt, der stellvertretenden Bürgermeisterin Johanna König, Renate Lange (Eine-Weltladen- Verden) und Dierk von der Che (Fairtrade Down) folgte die Übergabe von Urkunde und Schild.

Fairtrade-Botschafterin Jutta Lücke überreichte eine Urkunde sowie das Fairtrade-School- Schild an Silas Banneitz. 

Dass Kleinbauern auf ihren Feldern unter sicheren und fairen Bedingungen arbeiten und nicht ausgebeutet, Waren ohne Kinderarbeit produziert und Kakao oder Kaffee ohne Pestizide angebaut werden, das sind nur einige der Ziele der Fairtrade-AG am Gymnasium am Wall. Seit der Gründung im April 2016 hat das Team mit den Lehrerinnen Dr. Christina Bachmann und Ruth Kahlke-Kuipers, Elternvertreterin Petra Gerdes und den Schülern Silas Banneitz, Johanne Fersen, Jette Theis, Serafina P., Hilke Claus, Julia Welke und Jonas Potthast schon mehrere Projekte entwickelt und durchgeführt.

So haben die Beteiligten zunächst einen Fairtrade-Kompass erstellt, in dem weitere Vorhaben dokumentiert sind. Schulleiterin Petra Sehrt und Dr. Christina Bachmann haben als Teamvorsitzende das Schriftstück unterschrieben. Es wurden Verkaufsaktionen von Fairtrade-Produkten von den Religionslehrerinnen Marie Cassie und Theresa Kranzkowski mit den Klassen sechs durchgeführt und zuvor im Unterricht das Thema Schöpfung behandelt.

Projekt „Internationales Büfett“

Beim Projekt „Internationales Büfett – Kochen mit Flüchtlingen“ im Seminarfach Jahrgang 12 wurden Fairtrade-Produkte verwendet und die Schülervertretung hat mit ihrer großen Nikolaus-Verkaufsaktion das Prinzip am Gymnasium verbreitet. Die Chor- und Bläserklassen tragen schuleigene T-Shirts aus fairer Produktion. Im Lehrerzimmer wird schon länger Fairtrade-Kaffee getrunken. Fairer Handel war Thema in den Fächern Erdkunde, Politik, Kunst und Religion. Es folgten daraus Verkaufsaktionen mit dem Eine-Weltladen „Ölzweig“. Mit dem Laden hatte es bereits im Jahr 2011 eine erste Kooperation gegeben, als der damalige Kunst-Leistungskurs von Bachmann das Logo für den Stadtkaffee Verden entwickelt hatte. Auch die Gestaltung von Info-Flyern für die Fairtrade-Kleiderbörse des Weltladens im Jahr 2013 wurde von Schülern des GaW im Kunstunterricht verantwortet. Außerdem bekamen in diesem Jahr alle Abiturienten erstmals mit ihrem Zeugnis eine Fairtrade-Rose überreicht.

„Jetzt seid ihr mehr als nur eine Arbeitsgemeinschaft. Ihr tragt richtig Verantwortung“, so Lücke mit Blick auf die Schüler. Der faire Handel spiele in der Bewältigung der globalen Probleme eine wichtige Rolle. „Wir als Verbraucher können mit unserem Einkaufsverhalten über das Wohl der Produzenten mit- entscheiden“, sagte sie. Fairetrade habe einen wichtigen und ernsten Hintergrund, gerade im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik.

Der über zwei Jahrzehnte lange Weg zur Selbsthilfe zeige bereits Erfolge. So gäbe es inzwischen rund 850 Weltläden bundesweit, die mit den entsprechenden Produkten im Jahr 2016 einen Umsatz von 1,16 Milliarde Euro gemacht hätten. Alleine beim Kakao sprach Lücke von einem Absatzplus von 75 Prozent.

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