Fahrrad ja, Bollerwagen nein

Sieht gesellig aus, kann aber teuer werden: Traditionelle Vatertagstouren mit Bollerwagen sind in Corona-Zeiten verboten. Foto: Imago
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Sieht gesellig aus, kann aber teuer werden: Traditionelle Vatertagstouren mit Bollerwagen sind in Corona-Zeiten verboten. 

Die Region steht in der Corona-Pandemie vor einer nächsten Belastungsprobe. Für Himmelfahrt und das kommende Wochenende kündigen Polizei und Landkreis bereits massiv Kontrollen auf Einhaltung der Abstandsregeln an. Hohe Bußgelder drohen. Gleichzeitig ist die Zahl der Covid-19-Patienten gesunken.

Verden/Achim – Trotz der allmählich rückläufigen Corona-Zahlen ist von vorsichtiger Entwarnung keine Spur. „Abstandhalten bleibt die mit Abstand wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion“, sagt etwa Landrat Peter Bohlmann. Das gelte besonders auch für den Himmelfahrtstag. „Gruppen dürfen nicht gemeinsam unterwegs sein.“ Gleichzeitig schöpft der Landkreis die Lockerungen, die seit vergangener Woche gelten, nicht vollständig aus. Obwohl sie eigentlich öffnen dürfte, verzichtet beispielsweise die Kreisvolkshochschule auf eine generelle Fortsetzung des Kursbetriebs im offenen Programmbereich.

Erstmals deutlich rückläufig: Die 7-Tage-Neuinfektionen.

Anders als noch in den Vorwochen ist am zurückliegenden Wochenende kreisweit kein weiterer Neuinfizierter hinzugekommen. Eine Person konnte nach Angaben des Gesundheitsamtes die häusliche Quarantäne verlassen. Zwei Menschen befinden sich in stationärer Behandlung.

Bußgeld von 200 bis 400 Euro pro Person

Große Gruppen auf Fahrradtour, Bierwagen und Grillevents, vielerorts auch Fußgruppen mit Bollerwagen – das gängige Bild vergangener „Vatertage“ am Himmelfahrtstag wird es in diesem Jahr nicht geben. Kreisverwaltung und Polizei kündigen flächendeckend Kontrollen an. Selbstverständlich seien Feiertags- und Wochenend-Ausflüge mit dem Fahrrad oder zu Fuß erlaubt, allerdings gelten weiterhin klare Regelungen. So darf sich in der Öffentlichkeit eine Person mit Angehörigen sowie mit Personen, die dem eigenen oder einem weiteren Hausstand angehören, zu gemeinsamen Unternehmungen treffen. Größere Ansammlungen sowie feiernde Freundescliquen seien indes tabu. Wer dagegen verstoße, müsse mit Bußgeld von 200 bis 400 Euro pro Person rechnen. Erlaubt ist ferner der Besuch von Restaurants, Gaststätten und Cafés. Wer auf seinem Himmelfahrtsfamilienausflug einkehren möchte, könne dies unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln tun, müsse allerdings vor Ort seine Kontaktdaten hinterlassen. Kneipen und Bars aber bleiben weiterhin geschlossen.

Eine Polizeisprecherin kündigte bereits an, man werde im Landkreis die Einhaltung der Corona-Regelungen kontrollieren. Darüber hinaus habe man vor allem den Alkohol-Konsum von Minderjährigen im Blick.

Volkshochschule plant Rumpfprogramm

„In der Kreisvolkshochschule ist wegen der Abstands- und Hygieneregeln ein Unterricht in größeren Gruppen sehr schwierig“, erklärt die pädagogische Leiterin Dr. Sabine Wahba. Deshalb wolle man lediglich die Kurse des zweiten Bildungsweges, die Deutsch-Kurse sowie die Qualifizierungsmaßnahmen der beruflichen Weiterbildung fortsetzen. Und so startet ab dem 25. Mai der Unterricht in den Vorbereitungskursen auf die Schulabschlüsse wieder. Ab 2. Juni folgen schrittweise die Integrationskurse und die Deutschkurse sowie die Qualifizierungsmaßnahmen der beruflichen Weiterbildung. Wer bereits vor der Semesterunterbrechung Kurstermine besucht hat, dem werde nur eine anteilige Kursgebühr berechnet. Bereits bezahlte Gebühren erstatte die Kreisvolkshochschule anteilig zurück. Näheres unter Telefon 04231/15-160.

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