Quote von 4,7 Prozent im Bezirk Nienburg-Verden der Arbeitsagentur

Fachkräfte sind Mangelware

Verden - Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden ist im Juni leicht gestiegen. Im Berichtsmonat waren bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 12 081 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 33 Personen mehr als im Vormonat und 55 weniger als vor einem Jahr. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen beträgt die Arbeitslosenquote jetzt 4,7 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vormonat und 4,8 Prozent im Vorjahresmonat.

Dazu Joachim Duensing, Chef der Arbeitsagentur, in der Pressekonferenz: „Der Arbeitsmarkt in unserer Region hat sich im Juni nicht wirklich verschlechtert. Nach fünfmonatigem Rückgang der Arbeitslosigkeit hat sie zu Beginn der Ferienzeit leicht zugenommen, liegt aber noch unter dem Vorjahresniveau. Der hiesige Arbeitsmarkt folgt der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll. In vielen Branchen werden qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Allerdings wird es zunehmend schwieriger, den Kräftebedarf passgenau mit Arbeitsuchenden zu decken“, kommentiert Duensing die aktuelle Situation im Amtsbezirk.

„Und der Bedarf an Fachkräften wird weiter steigen. Bislang profitierten von dieser positiven Entwicklung in erster Linie jüngere Menschen. Die Unternehmen sollten aber ihren Blick auch auf das gesamte Arbeitskräftepotenzial ausweiten. Dazu gehören neben Älteren auch Alleinerziehende, Schwerbehinderte und Ausländer. Betriebe sind deshalb gut beraten, sich frühzeitig mit uns abzustimmen, um Arbeitnehmer in Berufsfeldern zu qualifizieren, in denen sich Besetzungsengpässe abzeichnen“, empfiehlt Duensing.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb lebhaft. Betriebe und Verwaltungen meldeten im Laufe des Monats 1 135 offene Stellen zur Besetzung, 94 mehr als im Vormonat und 14 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt gab es 3 856 Stellenangebote, über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war. Der Bestand an offenen Stellen gegenüber dem Vorjahrsmonat stieg um 14 Prozent. Im Berichtsmonat gab es im Landkreis noch 847 unbesetzte Arbeitsangebote.

Im Landkreis Verden stieg die Arbeitslosigkeit um 2,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt jetzt bei 5,0. Im Vormonat lag sie noch bei 4,9 Prozent und im Vorjahr bei 5,2 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich 876 Personen arbeitslos. Da sich nur 804 Personen aus der Arbeitslosigkeit abmeldeten, stieg der Bestand an Erwerbslosen im Berichtsmonat auf 3 602. Das ist ein Plus von 73 Personen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Erwerbslosigkeit um 3,1 Prozent oder 114 Männer und Frauen.

Geschäftsstelle Verden: Die Arbeitslosigkeit ist von Mai auf Juni um 73 auf 3 602 Personen gestiegen. Das waren 114 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 5,0 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,2 Prozent. Dabei meldeten sich 876 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 168 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 804 Personen ihre Arbeitslosigkeit (plus 50).

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2015 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg – Verden 3 209 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 3 128 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 8,0 Prozent. Ende Juni waren 1 178 Bewerber noch unversorgt und 1 164 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Für die ALV (Arbei im Landkreis Verden) nahmen bezüglich der Umsetzung des SGB II Kerstin Wendt und Petra Schütte Stellung. In den von ihnen vorgelegten Zahlen macht sich der gestiegene Ausländeranteil bemerkbar, zumal allein in den vergangenen zweieinhalb Wochen 180 Personen mit Asyl-Anerkennungsbescheiden dazu gekommen seien. Ein Problem seien auch die Menschen, die wegen sprachlicher Defizite noch unversorgt seien. Sowohl bei Bedarfsgemeinschaften als auch bei Personen habe es im Vergleich zum Vormonat kaum Veränderungen gegeben. - koy

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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