Fachbereich will weiter auf LED umrüsten / Weniger Kosten und CO2

Bei Dunkelheit brennen 4529 Lampen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Wird es in Verden dunkel, dann schalten sich automatisch 4529 städtische Lampen an. Das geht ins Geld. Allein im Jahr 2014 hat die Stadt dafür zirka 148000 Euro an die Stadtwerke gezahlt. „Wir sind bemüht, Kosten und Verbrauch weiter zu minimieren“, so Rainer Kamermann vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün im gleichnamigen Ausschuss.

Kamermann legte den Mitgliedern in der Sitzung am Mittwochabend einen detaillierten Bericht vor. Danach ist es der Stadt schon in den vergangenen Jahren gelungen, durch den Einsatz von LED-Leuchten Energie und Geld zu sparen. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 brannten bei Dunkelheit 2799 Lampen und verbrauchten 782589 kW/h. Für die deutlich höhere Anzahl von 4529 Lampen im vergangenen Jahr standen „nur“ 661662 kW/h auf dem Zähler. Den höchsten Verbrauch notierte Kamermann im Jahr 2008 mit zirka 1,2 Millionen kW/h. Die Experten sprechen in solchen Fällen von einem „dunklen Jahr“, nicht weil die Stromrechnung hoch ist, sondern weil angesichts der Lichtverhältnisse die Lampen länger brennen mussten. „Solche Ausreißer gibt es immer wieder“, so Kamermann.

Die anfallenden Kosten für die Beleuchtung stehen und fallen mit der Qualität. 50 verschiedene Typen brennen im Stadtgebiet. „Wir arbeiten daran, die verbrauchsintensiven Lampen zu reduzieren“, berichtete Kamermann. Auf dem Plan für 2015 stehen die Conrad-Wode-Straße, Cellerstraße, Traversale, Ziegeleiweg, Memelstraße, Borsteler Weg, Neumühlen und die Ortschaft Eissel. Mit der Umrüstung sinkt zugleich auch der CO2-Ausstoß. Der lag – bei vergleichsweise wenig Leuchten – im Jahr 1990 bei 473 Tonnen Kohlendioxid. 2014 waren es 400 Tonnen.

Die Erprobung von Steuerungstechniken sowie die Reduzierung der Lichtverschmutzung sind weitere Ziele, die sich der Fachbereich Straßen und Stadtgrün gesetzt hat. Gedanken will sich der Ausschuss über die Ausleuchtung der Strecke zwischen Dauelsen und Walle mit Bereich der Autobahn 27 machen. Da eine Verkabelung sehr aufwändig und damit teuer wäre, denken die Verantwortlichen über eine Lösung mit Solarstrom nach.

mw

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