Fachausschuss beschließt 20-Stunden-Stelle / Kita-Außenstelle Jahnschule

Mehr Zeit für den Ferienpass

Verden - Von Volkmar Koy. Was vor vielen Jahren als begrenztes Angebot für die Sommerferien begonnen hatte, ist mittlerweile zu einem echten Renner bei der Stadt Verden geworden: das Ferienpassprogramm. Nun aber stößt es an Grenzen – personell und finanziell. Eine weitere Halbtagsstelle soll für Abhilfe sorgen.

Der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales musste zu Beginn der Sitzung im Rathaus von Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Bohling zur Kenntnis nehmen, dass mit dem vorhandenen Personal ein Ferienpassprogramm mit weiteren Steigerungsraten nicht mehr machbar sei. „Die Kollegen sind an der Grenze des Machbaren angekommen.“

Ulla Schobert (Grüne) schlug stattdessen vor, die Engpässe mit Honorarkräften aufzufangen. Sabine Mandel vom Ferienpass-Team der Stadt betonte, geeignete qualifizierte Kräfte seien nicht mehr so leicht zu bekommen. In den Herbstferien hätten sich 70 Kinder angemeldet, was eine Schließung des Bürgertreffs zur Folge gehabt habe, um dem Arbeitsaufwand gerecht zu werden.

Eine mehr als bemerkenswerte Unterstützung durch die Sozialdemokraten im Ausschuss erfuhr Jürgen Weidemann (FDP), als er sich nicht nur für die in der Verwaltungsvorlage ausgewiesene zusätzliche 20-Stunden-Stelle aussprach, sondern auch eine Erhöhung des Teilnehmer-Beitrages pro Kind von jetzt fünf Euro auf sieben oder 7,50 Euro ins Gespräch brachte. Das sei zumutbar für Familien, so der Liberale.

Ausschuss-Vorsitzende Jutta Sodys (SPD) zu Weidemann: „Herzlichen Dank für diese Ausführungen.“ Heinz Möller (SPD) pflichtete ihr bei: „Wenn man Qualität anbietet, muss es auch etwas kosten.“ Annelie Meyer-Coordes (CDU) stimmte wie auch Ulla Schobert gegen die neue Stelle, Sven Sottorff (CDU) enthielt sich der Stimme. Einig war sich der Ausschuss lediglich in der Frage, die Weihnachtszeit unter keinen Umständen in das Ferienpass-Programm zu integrieren.

Einstimmigkeit herrschte hingegen im Ausschuss bei der Beschlussvorlage, Kita-Gruppen ab dem nächsten Jahr in der Jahnschule einzurichten. Wie bereits gestern ausführlich berichtet, ist die Kita Carl-Hesse-Straße überfüllt, die Jahnschule bietet sich als Außenstelle an. Dafür sollen Haushaltsmittel in Höhe von 135000 Euro bereitgestellt werden. Die Vorlage wurde durchweg begrüßt, Ulla Schobert wollte noch einen Schritt weiter gehen. Mittel für eine Spielfläche seien vorzusehen, sagte die Ratsfrau. Die Kosten solle die Verwaltung prüfen.

Hans-Jürgen Bohling räumte ein, dass an der Jahnschule eine Asphaltschicht aufgenommen werden müsse. Der Fallschutz für Kita-Kinder sei notwendig. Zusätzliche Mittel würden über den nächsten Haushalt eingestellt. Ferner müsse eine Trennung von Schule und Kita gewährleistet sein.

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