Expertin Christiane Brandes-Visbeck referiert vor Unternehmerinnen

Mut in der digitalen Welt

Die beiden Vorsitzenden von Frauenunternehmen, Claudia Erdmann (r.) und Marna Dobratz, mit Referentin Christiane Brandes-Visbeck (l.).
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Die beiden Vorsitzenden von Frauenunternehmen, Claudia Erdmann (r.) und Marna Dobratz, mit Referentin Christiane Brandes-Visbeck (l.).

Verden - Es ist keine Frage: Social Media gehört zum Alltag. WLan, Smartphones, Facebook und WhatsApp haben Berufsleben und Arbeitsweise in vielen Unternehmen entscheidend verändert. Doch wie kann man als Unternehmer diese neuen Kommunikationsmittel für sich nutzen? Diese und andere Fragen beantwortete Christiane Brandes-Visbeck, Inhaberin der Ahoi Consulting, Agentur für Kommunikation im digitalen Zeitalter aus Hamburg, im Hotel Höltje. Thema des Vortrags „Making Money 2.0. Im Zeitalter von Social Media überleben.“ Eingeladen hatte der Verein Frauenunternehmen Verden.

Voraussetzung für geschäftlichen Erfolg sei, genau zu überlegen, was man will und sich dann entsprechende Ziele zu setzen, erklärte Brandes-Visbeck. Ganz wichtig dabei: Man müsse lieben, was man tut. „Ich kann nur gut sein, wenn es Spaß macht, Menschen, die nicht mehr brennen, sind bereits innerlich emigriert.“

Um für erbrachte Leistungen entsprechend entlohnt zu werden, müsse man sich überlegen, auf welchem Sektor, teuer oder billig, man sich positioniert. Brandes-Visbeck riet den Unternehmerinnen, keine übertriebenen Rabattierungsaktionen zu starten. „Gute Arbeit hat ihren Preis. Wenn man zu billig ist, sind die Menschen nicht mehr bereit, den normalen Preis zu zahlen.“ Auch wenn man etwas verschenke, sei es nicht verkehrt, den Preis zu erwähnen, denn viele Menschen könnten den Wert nicht richtig einschätzen.

„Sei sichtbar, zeig, was du kannst“, war ein weiterer Ratschlag der Expertin. Und brachte die Social Media ins Spiel. Man solle sich in Profilen auf Facebook, Twitter, oder Xing mit seinen Leistungen schmücken. „Wer eine Homepage hat, für den ist der Blog Pflicht“, sagte Brandes-Visbeck. Auch etwas Privates könne dabei sein, das interessiere die Menschen. Viele wollten das, was andere tun nachmachen. „Das ist eine super Verkaufshilfe.“

Wichtig sei zudem, transparent zu sein, denn die Menschen sehen gern, wie sich die Dinge entwickeln. „Jugendliche erzählen auf You Tube, wie die Welt funktioniert, das kann man ruhig einmal ausprobieren“, ermunterte Brandes-Visbeck die Unternehmerinnen zu mehr .

Dazu zählt auch die Arbeit mit „Collaboration Tools“, die es ermöglichen, online gemeinsam und demokratisch an einem Projekt zu arbeiten. Im Zeitalter der Social Media sei Präsentieren wichtiger als Verkaufen, so Brandes-Visbeck. „Wenn man sich zeigt, dann verkauft es sich automatisch.“

Wer Geld verdienen will, muss etwas anbieten, das die Leute brauchen. Um eine Idee zu konkretisieren, empfahl die Expertin das „Pitchen“, das heißt, in knappen Sätzen aufschreiben, was man macht und verkaufen möchte. Ständig sollten die Ideen überprüft werden. „Ein Geschäftsmodell ist wie eine Website, es muss überarbeitet werden.“

Ein Geschäftstipp für die Zuhörerinnen lautete, die Leistungen in kleineren Paketen oder unterschiedlichen Preisklassen anzubieten. „Kunden, die nicht so liquide sind, buchen eher ein Modul, als die Komplettlösung“, weiß Brandes-Visbeck.

Für die eigene Präsentation riet sie ihre Zuhörerinnen zur Individualität, auch auf der Homepage. „Das erhöht den Wiedererkennungswert und zeigt Kreativität und Stil.“ Abschließend gab sie noch einen letzten Ratschlag: „Seid positiv, das ist das beste Geschäftsgeheimnis. Man kann es nicht allen recht machen, lernt, zu euch zu stehen.“

ahk

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