Vor der Wahl am 26. Mai

VAZ im Gespräch mit David McAllister und Jens Richter: Europa und seine Vorteile

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Exklusiv: David McAllister und Jens Richter im Gespräch mit VAZ-Mitarbeiter Henning Leeske und Redaktionsleiter Volkmar Koy (v.l.).

Verden – Die Unterstützung von David McAllister (CDU) für den Bürgermeisterkandidaten Jens Richter bot die Möglichkeit für ein Pressegespräch über Europa und Verden mit den beiden. Redaktionsleiter Volkmar Koy und Mitarbeiter Henning Leeske führten das Interview.

Unterstützt die Strukturförderung die Akzeptanz der EU und was leistete sie bereits für Verden?

McAllister: Die europäische Strukturförderung ist eine große Erfolgsgeschichte. Zwei Milliarden werden alleine in Niedersachsen in der Förderperiode von 2014 bis 2020 fließen. In der Stadt Verden wurde das Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit mehr als 4,3 Millionen Euro unterstützt. 

Zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft, beispielsweise bei der Verbindung beruflicher mit familiärer Arbeit flossen in das Projekt „Aufstieg – Die Trainingsreihe für weibliche Führungskräfte“ vom Europäischen Sozialfonds (ESF) circa 170.000 Euro und somit die Hälfte der Gesamtkosten. Die EU trägt hier im Landkreis Verden zum Hochwasserschutz mit bei. Im Bereich der Flutbrücke L  203 in Oiste wurden auf einer Länge von 700 Metern mehr als 350.000 Euro in einen ordnungsgemäßen Hochwasserschutz aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) investiert. Diese Auswahl soll nur die Spannweite der Förderungen seitens der EU auch für die Region hier vor Ort zeigen.

Wie kontrolliert die EU die Verwendung der Mittel und den Effekt?

Richter: „Das würde mich bezüglich des Zentrums für Nachhaltiges Bauen mit über acht Millionen Euro Gesamtfördersumme auch sehr interessieren. McAllister: „Die Evaluation der Projekte ist Aufgabe der Landesbehörde. Es gibt sicher auch Beispiele für nicht erfolgreiche EU-Förderungen.

Hindern EU-Richtlinien, wie zum Beispiel zu FFH, nicht die regionale Entwicklung und einen dritten Allerübergang?

McAllister: „Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist wichtig für eine starke Wirtschaft. Angesichts der bestehenden Verkehrsproblematik rund um das Nadelöhr Verden sollte daher der Bau einer weiteren Brücke über die Aller im Einklang mit dem örtlichen Verkehrskonzept vorangetrieben werden. Dabei gilt es, die umweltfreundlichen Anforderungen an den Bau einer Brücke in der Allerniederung zu berücksichtigen. Richter: Leider gibt es derzeit keine politischen Mehrheiten für dieses Projekt, und die FFH-Richtlinie macht es nicht leichter, diese zu finden.  

lee

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