Erwachsene haben ihren Spaß

Familien-Musical „Dschungelbuch“ in der ausverkauften Verdener Stadthalle

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Sorgte sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den jüngsten Zuschauern für eine ausverkaufte Stadthalle: das Familien-Musical „Dschungelbuch“. 

Verden - Zu Beginn der Vorstellung laufen noch etliche Kinder lärmend durch die restlos ausverkaufte Verdener Stadthalle und können vor lauter Aufregung nicht ruhig auf ihren Plätzen sitzen bleiben. Doch als die ersten Klänge des Familien-Musicals „Dschungelbuch“ zu hören sind und zunächst Mogli und Baghira auf der Bühne erscheinen, ist kaum mehr ein Mucks zu vernehmen.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Dschungelbuch? Als der Kinderbuchklassiker von Rudyard Kipling als Film vor genau 50 Jahren in die Kinos kam, entwickelte er sich im Nu zum Kassenschlager. Für die Musical-Fassung hat das Theater Liberi den Walt-Disney-Klassiker kräftig aufpoliert und ebenso frisch wie zeitgemäß mit viel Witz temporeich arrangiert.

Punkten kann dabei auch die Musik (Uwe Hinkel) von melancholischen Balladen bis zu rockig-poppigen Titeln. Gespielt wird die Geschichte vom Findelkind Mogli. Es wird von einem Wolfsrudel aufgezogen und erlernt dadurch die Sprache der Tiere. Der treue und tapsige Bär Balu wird zu seinem besten Freund, der ihn die Gesetze des Dschungels lehrt. Mutig und voller Freude erleben sie gemeinsam die aufregendsten Abenteuer, doch es lauern die Gefahren der Wildnis: die dreiste Affenbande, die geheimnisvolle Schlange Kaa, der hinterhältige Tiger Shir Khan, der Mogli und seinen Freunden zu schaffen macht, oder der weise Panther Baghira. Das Ensemble vom Theater Libri hat die Geschichte so wunderbar kindgerecht umgesetzt, dass ihr selbst Vierjährige folgen konnten – vom Vergnügen für die Großen ganz zu schweigen.

Inszinierung kommt ohne Überfrachtendes aus

Denn auf Überfrachtendes hat die Inszenierung bewusst verzichtet. Der Fokus des Bühnengeschehens war so stets auf die sechs Darsteller gelenkt, von denen drei in mehrere Rollen schlüpften: Mogli wurde von Brix Schaumburg, Balu der Bär und der alte Wolf von Stefan Peters und der Panther Baghira von Ines Becher gespielt, während Viktor Silvester Wendtner, Kimberley Unger und Julia Breier die Rollen von Kaa, Affe, Shir Khan, Geier, Mädchen und weiteren Wölfen übernahmen.

Das Publikum hatte an der liebevollen Inszenierung jedenfalls viel Spaß. Hellwach, teils sogar mit offenen Mündern, verfolgte es das Geschehen, rief lauthals los, wenn etwas zu gefährlich erschien. Es fieberte mit, wenn sich Mogli sorgte, aber vor allem wurde viel gelacht. Und es wurde sogar gesungen, auch beim Banana-Song, bei dem es kaum noch einen ruhig auf seinem Sitzplatz hielt. 

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