Erstklassiges aus Hamburg

Auftakt der 20. Verdener Jazz- und Blues-Tage

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Joja Wendt, Stefan Gwildis und Rolf Claussen (v.l.) sind hervorragende Einzelkünstler. Gestern Abend bewiesen sie allerdings als Söhne Hamburgs ihre Erstklassigkeit als Trio.

Verden - Bevor die Söhne Hamburgs, Joja Wendt am Flügel, Stefan Gwildis am Schlagzeug und Rolf Claussen am Bass, mit ihrem „Moin, Moin, Moin“-Konzert gestern Abend die Bühne eroberten, gehörte die Stadthalle erst einmal den Söhnen – und Töchtern – Verdens. Die Veranstalter der 20. Verdener Jazz- und Blues-Tage hatten zum Empfang ins Foyer eingeladen. Einerseits, um den Sponsoren, speziell den Stadtwerken und der Kreissparkasse, für ihre Unterstützung zu danken. Andererseits, um sich selbst ein wenig zu feiern (zu lassen). 480 Konzerte in zwei Jahrzehnten sind ja auch kein Pappenstiel.

„Ihr macht einen sehr guten Job“, hatte ein Besucher aus Schleswig ins Gästebuch auf der Internetseite des Vereins geschrieben und damit eigentlich schon alles gesagt. Lob für das Engagement der Jazzer & Blueser um ihren ersten Vorsitzenden Volkmar Koy gab's gestern dennoch. Dieses Mal nicht virtuell, sondern von Mann zu Mann.

Landrat Peter Bohlmann, im zwölften Jahr Schirmherr des Veranstaltungsreigens, zitierte niemand Geringes als Barack Obama und Bill Clinton, um zu beschreiben, welche Bedeutung gerade Jazz, Blues und Soul für die Menschen hätten. Diese Musik drücke Hoffnung, Ideale und Zuversicht aus, so der Landrat, der damit den Bogen schlug zu dem Verein und dessen wichtigem Engagement für Verden und darüber hinaus.

Mit den vielfältigen Konzerten decke der Club „ein enorm breites Spektrum ab“, sagte Jochen Weiland, Geschäftsführer der Verdener Stadtwerke, und zollte den Mitgliedern seinen Respekt für die hohe Qualität der Veranstaltungen, die sich inzwischen herumgesprochen habe.

Wer braucht schon das Oktoberfest: Jochen Weiland, Geschäftsführer der Stadtwerke, Volkmar Koy, Vorsitzender des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage, Kreissparkassen-Vorstand Matthias Knaak und Landrat Peter Bohlmann als Schirmherr (v.l.) stießen auf den Start des Festivals an.

Zuvor hatte Weiland von Volkmar Koy noch einen kleinen Seitenhieb annehmen müssen. Die Stadthalle ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke, Weiland damit quasi Hausherr. Und dieses Haus wünsche er sich größer, sagte der Vorsitzende Koy. Rund 630 Zuschauer finden in der Stadthalle Platz. Wären es mehr, könnte der Verein seine Eintrittspreise noch wesentlich publikumsfreundlicher kalkulieren.

Söhne Hamburgs beim Auftaktkonzert der Verdener Jazz- und Blues-Tage

 © Antje Haubrock-Kriedel
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So oder so: Die Beliebtheit der Verdener Jazz- und Blues-Tage ist ungebrochen. Bei den Zuhörern ebenso wie bei den Musikern. Davon zeugen die vielen ausverkauften Konzerte und die großen Namen, die der Verein bereits auf seine Plakate drucken durfte. Till Brönner, Chris Barber, Gitte, Klaus Doldinger, Götz Alsmann, Curtis Stigers, Axel Prahl und viele mehr traten bereits in Verden auf.

Das Jahresprogramm zum runden Geburtstag sei aber so anspruchsvoll wie nie zuvor, betonte Koy Koy und nannte die Höhepunkte 2018: Al Di Meola im Frühjahr, gestern die Söhne Hamburgs und zum Abschluss am 23. November das nahezu ausverkaufte Konzert von Gustav Peter Wöhler.

Ob das noch zu toppen ist? Der Verein ist auf jeden Fall bemüht – und hat für den 22. März 2019 schon mal den bekannten schwedischen Posaunisten Nils Landgren gebucht. 

kp

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