Erster Tag der Waldjugendspiele: 1200 Vierklässler

„Ihr habt einen schönen Tag im Wald verbracht“

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Dicke Backen beim Jagdhornblasen.

Landkreis - Die AG Waldjugendspiele, ein Zusammenschluss aus Jägerschaft Verden, Forstbetriebsgemeinschaft, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie dem Betriebshof der Stadt Verden, setzt auch in diesem Herbst ihre Erfolgsgeschichte fort.

In dieser Woche sind an drei Tagen insgesamt rund 1200 Viertklässler im Verdener Stadtwald unterwegs, um sich den Aufgaben in einer Mischung aus sportlichen Herausforderungen, Lernen und Sinneswahrnehmung zu stellen. Den Anfang haben gestern 400 Grundschüler aus Verden, Dörverden und Bendingbostel gemacht.

„Oh, ist der aber niedlich. Darf man den streicheln?“ Jagdhündin Lotti kennt schon die besondere Aufmerksamkeit, die sie jährlich bei den Waldjugendspielen erfährt. Auch die Gruppe um Justin und Lea von der Grundschule Dörverden will das niedliche Tier streicheln. Doch dann sind sie auf einmal ganz still, denn das gehört zur Aufgabe an einer von insgesamt 30 Stationen der Waldjugendspiele: Augen zu, die Ohren gespitzt und erkennen, welche Geräusche der Wald macht. „Wisst ihr denn auch, woran man erkennt, wie alt ein Baum ist?“, wollte die Stationsbetreuung anschließend wissen. Am Querschnitt des Stammes konnten dann die Jahresringe erkannt und gezählt werden.

Waldjugendspiele im Verdener Stadtwald - der Donnerstag

Waldjugendspiele im Verdener Stadtwald - der Mittwoch

Ein Beleg, wie langsam Bäume wachsen, denn der relativ dünne Stamm war immerhin schon zwölf Jahre alt – und damit älter als viele der Kinder selbst.

An einer anderen Station sollen Baumscheiben ihren Baum-arten zugeordnet werden und an wieder einer anderen wird der Tastsinn der Kinder gefragt. Dafür greifen sie vorsichtig in eine große Kiste hinein. Sarah, Hanna und Marwin beraten sich. „Also, das eine ist eine Kastanie. Und eine Tierhaut ist auch drin, außerdem ein Metermaß und eine Walnuss.“ Und sie liegen richtig mit ihren Vermutungen, wie ihnen das zustimmende Nicken der Stationsaufsicht bestätigt.

Waldjugendspiele im Verdener Stadtwald

Wissen, Beobachtungsgabe, Kombinieren, von den Kindern wird an diesen Tagen wieder so einiges abverlangt. Wie man sich im Wald verhalten soll, das hat ihnen am Morgen bereits Cheforganisator Jürgen Luttmann bei der Begrüßung erklärt und sie kurz auf die Aufgaben für den Kopf und auf die zum Austoben – Sägen eines Holzstamms nach Gewicht, Baumscheibenzielwerfen oder Holzkegeln – eingestimmt.

Bei der abschließenden Siegerehrung in Beisein des Verdener Bürgermeisters Lutz Brockmann zollte Luttmann dem erstaunlichen Wissensstand der jungen Teilnehmer dann nochmals Anerkennung. „Das habt ihr wirklich ganz toll gemacht. Ich bin beeindruckt.“ Luttmann vergaß auch den Dank an die rund 100 Helfer nicht – darunter viele Eltern und Lehrkräfte – ohne die die Durchführung der Waldjugendspiele gar nicht möglich wäre. Diesem Dank schloss sich der Bürgermeister an. Er betonte, dass die Waldjugendspiele kein Wettkampf im klassischen Sinne seien, sodass im Grunde genommen alle Teilnehmer unabhängig von den Ergebnissen Gewinner wären. „Ihr habt schließlich alle einen sehr schönen Tag im Wald verbracht“, so Brockmann, der an die jeweils drei besten Tagesgruppen Buchpreise übergab.

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