Mehrere Vorerkrankungen

Erster Todesfall im Kreis Verden - Kreissparkasse verzeichnet  weniger Bargeldverkehr

Eine Grafik zu den aktuellen Fallzahlen vom 1. April. 

Ein über 80-jähriger Mann aus dem Nordkreis ist am Mittwoch an den Folgen einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus Verden verstorben. Er habe unter mehreren Vorerkrankungen gelitten, heißt es aus dem Gesundheitsamt. Ferner ist die Zahl der bestätigten Fälle weiter gestiegen. Gleichzeitig entwickeln Betrüger neue Maschen mit Corona-Bezug, vor denen die Polizei Verden aktuell warnt.

Verden/Achim – Landrat Peter Bohlmann reagierte bestürzt auf den ersten Todesfall im Landkreis Verden. „Diese Nachricht macht uns tiefbetroffen. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen, denen ich mein tiefes Beileid ausspreche“, sagte er. Deutlich werde damit vor Augen geführt, wie ernst das Coronavirus genommen werden müsse und wie wichtig es sei, den von Bund und Land erlassenen Einschränkungen Folge zu leisten. „Ich kann nur nochmals an alle Mitbürger appellieren, wie wichtig es ist, untereinander Abstand zu halten und unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen. Dadurch helfen wir, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und ältere und vorerkrankte Personen zu schützen“, so der Landrat.

Das Gesundheitsamt des Landkreises meldete gestern sieben neue Fälle von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis auf 80. Bei den Neuinfizierten handelt es sich um vier Frauen und drei Männer, die alle aus dem Nordkreis stammen. Aus der häuslichen Quarantäne konnten aktuell keine weiteren Personen entlassen werden. Sechs Personen befinden sich aktuell in stationärer Behandlung. Die Zahl der aktuellen Corona-Patienten stieg auf kreisweit 66.

Betrüger denken sich Corona-Maschen aus: Desinfektionsmittel und Malwarekampagnen

Währenddessen beginnen Betrüger, die neue Lage für ihre Zwecke zu nutzen, wie die Polizei Verden mitteilt. Schon Mitte März hatte demzufolge ein Mann aus dem Landkreis Verden Desinfektionsmittel im Wert von rund 55 Euro im Internet bestellt. Trotz der Überweisung des Geldes wurde die Ware bisher nicht geliefert. Auch für Phishin g- und Malwarekampagnen werde die aktuelle Situation genutzt. Wie es heißt, landen gefälschte E-Mails fremder Organisationen oder getarnt als Hygienetipps auf den heimischen PCs. Über die übermittelten Links würden die Nutzer dann zum Beispiel auf gefälschte Internetseiten geleitet, um dort persönliche Daten preiszugeben. Weitere Phänomene sind Fake-Shops, die zum Beispiel Atemschutzmasken anbieten, oder Betrüger, die einen Test auf das Virus offerieren.

Im nördlichen Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion Verden, im Raum Osterholz-Scharmbeck, gingen Betrüger zudem per Telefonat zu Werke. Am Dienstagmorgen wurde einer Frau mitgeteilt, ihre Mutter möge den medizinische Dienst aufgrund einer eventuellen Neubeurteilung der Pflegestufe aufsuchen. Ein Anruf der aufmerksamen Frau beim richtigen medizinischen Dienst ergab, dass dieser derzeit keine Hausbesuche durchführt. Am Dienstagabend kam es laut Polizei zudem zu einem Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter eines Corona-Notdienstes. Der Anrufer bot an, für den Verkauf von Toilettenpapier vorbeizukommen und hierfür die genaue Wohnanschrift des Angerufenen zu benötigen. Der Mann erkannte den falschen Anruf und beendete das Gespräch.

Immer weniger Bargeldverkehr: Leute zahlen zur Corona-Zeiten mit Karte

Die Corona-Krise führt in der Region zu einem deutlichen Rückgang des Bargeldverkehrs. „Unsere Privatkunden nutzen verstärkt das kontaktlose Bezahlen“, sagt Dr. Beate Patolla von der Kreissparkasse Verden. Ähnlich äußert man sich bei den Volksbanken. Immer mehr Menschen steigen damit auf die „hygienische“ Variante des Geldverkehrs um. Künftig wird es sogar noch hygienischer gehen. Bisher konnten Beträge bis zu 25 Euro ohne PIN beglichen werden. „Gegenwärtig wird das Limit auf 50 Euro heraufgesetzt“, heißt es aus der Kreissparkasse. Kunden könnten damit auch größere Einkäufe im Einzelhandel berührungslos bezahlen, was in der aktuellen Situation eine erhebliche Erleichterung bedeute. Allerdings könne die Umstellung nur nach und nach vorgenommen werden. „Erste Kunden können die Heraufsetzung schon jetzt nutzen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Den richtigen Sessel finden

Den richtigen Sessel finden

Wie werde ich Zerspanungsmechaniker/in?

Wie werde ich Zerspanungsmechaniker/in?

„Ich glaube, das Internet ist kaputt: Es sagt, Werder hat gewonnen.“ - Die Netzreaktionen zu #SCFSVW

„Ich glaube, das Internet ist kaputt: Es sagt, Werder hat gewonnen.“ - Die Netzreaktionen zu #SCFSVW

Neue Proteste gegen Corona-Regeln kleiner als erwartet

Neue Proteste gegen Corona-Regeln kleiner als erwartet

Meistgelesene Artikel

Landwirte in der Corona-Krise: „Jahresgewinn weg“ mehrere Betriebe im Kreis Verden betroffen

Landwirte in der Corona-Krise: „Jahresgewinn weg“ mehrere Betriebe im Kreis Verden betroffen

„Maiklänge“ sind im Radio zu hören

„Maiklänge“ sind im Radio zu hören

Fahrrad ja, Bollerwagen nein

Fahrrad ja, Bollerwagen nein

Kaufmannschaft Verden bedankt sich mit Gewinnwochen für Kundentreue

Kaufmannschaft Verden bedankt sich mit Gewinnwochen für Kundentreue

Kommentare