Die ersten Jungtiere in der Storchenstation / Patenschaftsaktion gestartet

Von den Eltern ausgehorstet

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Petra Müller hat die ersten Schützlinge schon aufgenommen.

Landkreis - Nach der überwältigenden Resonanz, die eine Patenschaftsaktion für ausgehorstete Jungstörche im Jahr zuvor gefunden hat, unterstützt die Kreiszeitung in diesem Jahr wieder den „Förderverein zum Schutz des Weißstorchs im Landkreis Verden“. Die ersten beiden jungen Vögel haben die Aufzucht-räume der Verdener Storchenstation schon bezogen. Jetzt werden Paten gesucht, die mit einer 50-Euro-Spende die Futterkosten übernehmen und dafür „ihrem“ Storch einen Namen geben dürfen.

Zum Dank gibt es eine Urkunde mit Foto des Paten-storches. Die Paten dürfen ihn in der Storchenstation besuchen und erfahren von der Leiterin Petra Müller viel Interessantes über die beliebten Vögel. Außerdem werden alle Paten zusammen mit ihrem Schützling in der Zeitung veröffentlicht.

Der erste junge Storch ist schon seit einer Woche auf der Pflegestation. Er wurde von seinen Eltern ausgehorstet. „Sie haben ihn aus dem Nest getragen und aus zwei Metern Höhe fallen lassen“, berichtet Müller. Als die Eltern ihm „den Garaus machen wollten“, seien die Bewohner des Hauses, auf dem die Störche nisten, dem Jungen zur Hilfe geeilt. Nach Müllers Schätzung ist das Küken drei bis vier Wochen alt.

Am Dienstag kam der zweite Schützling in ihre Obhut. Er war sehr viel kleiner als seine Geschwister und habe deswegen keine Überlebenschancen gehabt. Gegen die größeren könne er sich nicht durchsetzen, wenn die Eltern Futter bringen. Ein Storch dieser Größe werde meist mit Regenwürmern gefüttert, für die Stärkeren würden Mäuse, Insekten oder Frösche gebracht. Aber die könne der Kleine nicht aufnehmen. Bei Petra Müller gibt es Eintagsküken. Für den größeren Jungstorch im Ganzen, für den kleineren in schnabelgerechten Stücken.

Ist das Frühjahr zu verregnet, droht vielen jungen Störchen der Tod oben in den Horsten. Die Kälte im dauerhaften Nass setzt ihnen zu, manchmal ertrinken sie sogar. Wenn keine Überlebenschance besteht, bekommen die Schwächsten in der Storchenstation eine Starthilfe ins Leben.

Petra Müller arbeitet ehrenamtlich, aber die Futterkosten belasten den Verein. So entstand die Idee der Patenaktion. Nach dem Ansturm im vergangenen Jahr, sollen diesmal die Bewerbungen nur schriftlich sein. Sie können per Post, per E-Mail oder über den Hausbriefkasten an die Verdener Aller-Zeitung, Große Straße 1, 27283 Verden, gehen, E-Mails bitte an redaktion.verden@kreiszeitung.de. Der erste Pate wird Anfang der Woche ausgelost und telefonisch benachrichtigt. Alle anderen Bewerber kommen in den Verlosungstopf und haben die Chance auf eine Patenschaft von Adebars Nachkommen.

wb

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