Das erste von vier Modulen der Sammelunterkunft am Kreishaus ist fast fertig

Besuch im Containerdorf

+
In der Küche werden sich die Bewohner selbst versorgen.

Verden - Der Bagger ist noch schwer beschäftigt auf dem ehemaligen Exerzierplatz gegenüber dem Haupteingang des Kreishauses. Wo einstmals britische Soldatentrupps marschierten, als dort noch Kasernengelände war, beherrschen jetzt Wohncontainer das Bild. Das erste von vier Modulen, in denen einmal bis zu 480 Flüchtlinge unterkommen sollen, ist soweit fertiggestellt, dass man schon einmal einen Blick hinein werfen kann.

Etagenbetten, Schränke, Tisch, Stuhl, ein Fenster und eine Tür: 15 Quadratmeter Wohnraum, den sich je vier Menschen teilen. 30 solcher Standard-Container sind auf zwei Etagen in einem Modul zusammengefasst. Hinzu kommen Küchen, Flure, Aufenthalts-, Sanitär- und Nebenräume.

Anders als bei den Sammelunterkünften in Turnhallen können sich die Bewohner der Container selbst versorgen. Für Kochen, Waschen und so weiter bietet die ambulante Siedlung alles was nötig ist. Sie ermöglicht sogar soviel Selbstbestimmung, dass die Bewohner auch den Einkauf selbst erledigen können. „Das ist schon viel besser, als in den Hallen“, freut sich Fachbereichsleiter Volker Lück. Dort gehe es nicht anders, als dass die Zuwanderer per Catering versorgt werden müssten.

„Mitte März muss das Modul fertig sein“, verrät Lück. So sieht es der Plan vor, den er mit Iris Heitkamp erstellt hat. Die Heizung und Versorgungsleitungen seien weitgehend fertiggestellt und auch die Brandschutzanlage stehe vor der Vollendung. Lück ist zuversichtlich, dass Modul Nummer eins rechtzeitig zur Verfügung stehen wird. Der Verwaltungsmann freut sich, dass die Stadtwerke, das Planungsbüro Tolle und örtliche Baufirmen das eilige Projekt so schnell in Angriff genommen haben.

120 Asylbewerber sollen hier ihre erste Unterkunft im Landkreis Verden finden. Und wenn dann alle vier Module stehen, werden sie eben fast 500 Menschen ein Dach über den Kopf bieten. Die Module werden nach und nach aufgestellt und ausgestattet, bis das ganze Dorf steht. Das werde im Sommer soweit sein, erwartet Lück.

Zwei Module hat der Landkreis für zwei Jahre angemietet und die übrigen beiden wurden gekauft, berichtete Pressesprecher Ulf Neumann. Das sei auf Dauer günstiger. Alles in allem werde 1,7 Millionen Euro kosten.

Zusätzlich zu den Wohneinheiten werden zwei weitere Container aufgestellt, erläuterte Iris Heitkamp die Pläne. Sie sollen den Betreuern des DRK Raum für Besprechungen und Verwaltung bieten, ärztliche Untersuchungen ermöglichen und einen Ort zur Verfügung stellen, wo die Security-Kräfte zu finden sein werden. Rund um die Uhr sollen sich anfangs drei Kräfte die Arbeit teilen, später würde die Zahl auf neun erhöht. Raum für Besprechungen der Betreuer des DRK und für ärztliche Untersuchungen soll an dieser Stelle geschaffen werden.

kle

Mehr zum Thema:

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

4:1: Deutschland gelingt souveräner Sieg in Aserbaidschan

4:1: Deutschland gelingt souveräner Sieg in Aserbaidschan

Bilder: DFB-Elf holt souveränen Sieg in Aserbeidschan

Bilder: DFB-Elf holt souveränen Sieg in Aserbeidschan

CDU gewinnt Saar-Wahl - Kein Schub für SPD

CDU gewinnt Saar-Wahl - Kein Schub für SPD

Meistgelesene Artikel

Betrunkener Schwertransport-Begleiter verursacht Unfall auf A27

Betrunkener Schwertransport-Begleiter verursacht Unfall auf A27

Reh ausgewichen: Audi Cabrio überschlägt sich drei Mal 

Reh ausgewichen: Audi Cabrio überschlägt sich drei Mal 

Fahrer verursacht Unfall und flüchtet

Fahrer verursacht Unfall und flüchtet

„Achim ist jetzt Teil der Coca-Cola-Familie“

„Achim ist jetzt Teil der Coca-Cola-Familie“

Kommentare