Erste Verdener Ehrenamtsbörse / Auch Handarbeiten kann Engagement sein

„Ein Stück Glück finden“

Patrick Lorek (v.l.), Monika Witt und Monika Berlitz warben für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.
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Patrick Lorek (v.l.), Monika Witt und Monika Berlitz warben für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Verden - „Sie haben die Chance hier ein Stück Glück zu finden“, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann gestern bei der Eröffnung der ersten Verdener Ehrenamtsbörse. Denn sich unentgeltlich zu engagieren, bedeute nicht nur, anderen zu helfen, sondern biete auch den Gewinn von eigener Lebensfreude. 26 Vereine und Verbände stellten sich in der Klaus-Störtebeker-Schule vor und zeigten den Besuchern, wie man bei ihnen das von Brockmann beschriebene Glück finden kann.

Der Termin war nicht zufällig gewählt. „Anfang Februar sind die guten Vorsätze noch nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte Sigrid Mertins von der Freiwilligenagentur „ZeitSpende“. Im Vorfeld habe man 130 Einrichtungen und Vereine angeschrieben und ihnen die Teilnahme angeboten.

„Die Auswahl hat sich dann so ergeben“, erklärte die ehrenamtliche „ZeitSpenderin“. Zu Recht fand sie die Mischung gelungen. Es waren nicht diverse Feuerwehren gekommen, sondern es gab einen Informationsstand der Kameraden. Die Helfer vom THW Verden waren genauso dabei wie die Stadtwaldfarm, der FC Verden 04, der Förderkreis der Stadtbibliothek, Helfer der Seniorenwohnanlage St. Johannis und viele mehr. Es gab Vorträge, Musik, und die Kirchlintler Schülerfirma lind-workx hatte ein Café eingerichtet.

„Ehrenamtliche bereichern die Stadt“, so Brockmann. Vielfach profitieren die Menschen, die vor Ort leben, von dem Engagement. Es gibt aber auch Zusammenschlüsse, deren Hilfe weit über die Stadtgrenzen hinaus geht. Sei es die Verdener Gruppe von Amnesty International, die sich beispielsweise für Folteropfer stark macht und sich das nächste Mal am 17. Februar im Gemeindesaal der katholischen St. Josef-Gemeinde trifft, oder Monika Berlitz und ihre Mitstreiter von der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Dort wurde insbesondere die erste Stunde der Ehrenamtsbörse, in der die Besucher erst nach und nach eintrudelten, zum Stricken genutzt. „Wir suchen Mit-Stricker“, warb Berlitz, denn Dank einer großzügigen Spende von Nähmaschinen Philipp habe man jede Menge Wolle, die zu Kinderkleidung verarbeitet werden will. Handarbeit als ehrenamtliches Engagement, auch das ist möglich.

Wer sich einbringen möchte, aber nicht weiß, wie und wo, der kann sich bei der Freiwilligenagentur informieren. „Wir fühlen uns zuständig für Leute, die noch nicht wissen was sie machen wollen“, erklärte Mertins. Mit Hilfe eines Computerprogramms könne man in dem Büro am Holzmarkt 15 – telefonisch erreichbar unter 04231/ 9850925 – entsprechend persönlicher Wünsche und Neigungen eine Vorauswahl treffen. Die Agentur hat zudem eigene Projekte und unterstütze andere Aktionen mit Helfern, die nicht regelmäßig zur Verfügung stehen, aber bei einmaligen Einsätzen gerne mit anpacken wollen.

wb

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