Viele Besucher nutzen den Instrumententag

Erste Töne in der Musikschule

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Peter Bohlmann und Ulrike Petritzki begrüßten die Besucher.

Verden - Musikschule zum Anfassen bot vielen Besuchern der schon traditionelle Musikinstrumententag am Standort Verden. Und so mischten sich auf den Fluren eine Blockflöten-Version von „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ mit der einer Querflöte. An anderer Stelle tröteten Kinder erste Töne auf Blechblasinstrumenten.

Überall in dem Gebäude war Hochbetrieb. Sicher auch, weil die Einrichtung des Landkreises nach dem Zwischenspiel als Flüchtlingsunterkunft wieder in ihre Räume zurückgekehrt ist.

Platz, um dem Gymnasium am Wall Räume zu bieten

Fast 20 Instrumente, die an der Kreismusikschule unterrichtet werden, konnten die Besucher ansehen, anhören und natürlich ausprobieren. Und so wurde geklopft, geblasen, gezupft, gestrichen, Tasten angeschlagen und sonst auf alle erdenklichen Arten mehr oder weniger angenehme Geräusche produziert. Musikschulleiterin Ulrike Petritzki und die Lehrkräfte der Kreismusikschule gaben Auskunft, wie sich das beim Instrumental- und Gesangsunterricht ändern könnte.

So hält man ein Cello und den Bogen: Die Besucher konnten erste Kontakte mit den Musikinstrumenten aufnehmen.

Dem musikalischen Probespektakel vorausgegangen waren Grußworte von Petritzki und Landrat Peter Bohlmann. Der Verwaltungschef dankte den 399 Musikschülern und 30 Lehrkräften in Verden für ihr Verständnis und ihre Geduld. Immerhin wurde zugleich die Wiedereröffnung des historischen Musikschulgebäudes gefeiert, nachdem der Landkreis dort 14 Monate lang Flüchtlinge untergebracht hatte. Bauliche Veränderungen dafür waren mittlerweile soweit nötig wieder beseitigt worden und alles für einen neuen Raumplan der Einrichtung hergerichtet. Künftig stehen in dem Gebäude noch Kapazitäten zur Verfügung, um dem Gymnasium am Wall nebenan oder anderen Einrichtungen mit Unterrichtsräumen aushelfen zu können.

Kinder mögen das Schlagzeug, Eltern finden es zu laut

Die Musikschulensembles Jugendblasorchester, „Streicher ohne Namen“, „Streichorchester“ und die Brüder Jan und Hannes Kracht bewiesen erst einmal, was der Unterricht bei ihnen bewirkt hat. Das Blasorchester feierte dabei gleich auch sein zehnjähriges Bestehen.

Musikinstrumentetag der Kreismusikschule Verden

Am Wochenende standen aber erst einmal die Stars von übermorgen im Mittelpunkt. „Ich will Schlagzeug spielen“, verkündete der siebenjährige Keno Renz. „Das gefällt mir gut, weil man da mit Stöcken trommeln kann.“ Im Pulk mit weiteren Besuchern schob er sich aber zunächst mit seiner Mutter und der kleinen Schwester Anai durch die nächste Tür. Dort versuchten die Lehrkräfte Bettina Blanke und Helga Warner-Buhrmann mit Kindern, Oboe und Fagottino erste Töne zu entlocken, und die Fragen der Eltern beantworteten. Auch der vierjährige Paul und seine siebenjährige Schwester Pia waren dabei. „Wir überlegen noch, welches Instrument sie lernen möchten“, erklärte die Mutter. Aber Pia ist sich eher mit Keno einig: „Schlagzeug finde ich am besten. Aber meine Eltern meinen, es sei zu laut.“ Geige hat sie schon probiert, Gitarre soll noch folgen.

Auch exotische Instrumente erhielten viel Zulauf

Andere hatten ihre erste musikalische Liebe gefunden: „Drücken und ziehen, drücken und ziehen!“ Im Obergeschoss erfuhren Kinder mit einem Akkordeon vor dem Bauch schon mal wie es geht. Ob schnarchender Mann oder schnaufende Dampf-Lok: Das Instrument hat eindrucksvolle Möglichkeiten.

Das Interesse war aber bei allen Lehrern groß, selbst Exoten wie die Harfe waren gut nachgefragt. Flöte, Klarinette, Trompete, Gitarre und natürlich Klavier wurden besonders oft ausprobiert. Das Letztere, berichteten Lehrkräfte, stehe schon seit Jahren ganz oben in der Beliebtheitsskala.

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