Mobile Teams haben Immunisierung aufgenommen / „Wir sind unheimlich froh, dass es losgeht“

Erste Pflegeheimbewohner in Oyten geimpft

Melitta Nackenhorst im Pflegeheim Haus Hasch in Oyten ist eine der ersten geimpften Personen im Landkreis Verden. Dr. Matthias Röpke impft, Heimleiterin Ricarda Hasch leistet seelischen Beistand.
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Melitta Nackenhorst im Pflegeheim Haus Hasch in Oyten ist eine der ersten geimpften Personen im Landkreis Verden. Dr. Matthias Röpke impft, Heimleiterin Ricarda Hasch leistet seelischen Beistand.

Landkreis – Melitta Nackenhorst gehört zu den ersten geimpften Heimbewohnern im Landkreis Verden. Die 73-Jährige lebt im Haus Hasch in Oyten, am gestrigen Dienstagvormittag erhielt sie durch Hausarzt Dr. Matthias Röpke aus Thedinghausen die Immunisierung. Damit haben einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung zufolge auch im Raum zwischen Ottersberg und Dörverden die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

„Wir sind unheimlich froh, dass es jetzt mit den Impfungen losgeht“, sagt DiplomPflegewirtin Ricarda Hasch. Die Monate seit März seien Dauerstress für die Einrichtung gewesen, insbesondere auch weil die dementen Bewohner nicht verstehen würden, was um sie herum passiert. Sie sei dankbar für das Vertrauen der Angehörigen wie auch für die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt in Verden, das bei Verdachtsfällen oder der Aufnahme von Bewohnern aus dem Krankenhaus immer hilfreich zur Seite stand.

Nachdem das Land wie berichtet tags zuvor 975 Impfdosen bereitgestellt hat, sind jetzt zwei mobile Impfteams im Landkreis unterwegs, um Pflegeheimbewohner und die dortigen Beschäftigten zu impfen. Gestartet sind die Teams im Haus Hasch und im Senioren- und Pflegeheim Metzentin in Oyten. Die mobilen Teams umfassen je einen Arzt oder eine Ärztin, eine impfbefähigte Fachkraft sowie eine Verwaltungskraft für die Dokumentation. Die Ottersberger Hausärzte Röpke und Cai Hildebrand führten die Auftaktteams an, die künftig in wechselnden Besetzungen arbeiten.

Mit dem Pikser allein sei es laut Kreisverwaltung nicht getan: Die Daten der impfwilligen Personen müssen erfasst und in das landesweite Dokumentationssystem übernommen, Impfeinwilligungen müssen geprüft und Impfausweise ergänzt werden. Die Impfungen sind freiwillig. Heimbewohner oder deren Betreuer müssen schriftlich ihr Einverständnis gegeben haben. Gibt auch der Arzt nach dem Impfgespräch grünes Licht, kann die Erst-Impfung erfolgen. Eine zweite Impfung folgt im festen Abstand von drei Wochen. Rund eine Woche nach dem zweiten Impftermin genießen die Geimpften den kompletten Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus.

Beim Landkreis hofft man jetzt auf einen kontinuierlichen Nachschub an Impfstoff, damit die Arbeit der mobilen Impfteams zügig vorangehen kann. Er rechnet mit rund vier Wochen bis alle Pflegeheime im Landkreis versorgt sind, so Landrat Peter Bohlmann. Gleichzeitig verweist er bei Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung auf die kostenlose Impf-Hotline des Landes unter Telefon 0800/9988665, die montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr erreichbar sei.

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