Erneut Vorwurf der Volksverhetzung

Durchsuchung bei Dr. Rigolf Hennig

Verden - Von Wiebke Bruns. Am Montag ist erneut das Wohnhaus des ehemaligen Verdener Stadtratsmitglieds und Rechtsextremisten Dr. Rigolf Hennig wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung durchsucht worden. „Es wurde entsprechendes Beweismaterial sichergestellt“, sagte Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, auf Nachfrage.

Artikel in rechtsextremer Zeitung

Genauso wie bei einer Durchsuchung im vergangenen Februar ging es um die Verharmlosung oder Leugnung des Holocausts in Artikeln der rechtsextremen Zeitung „Stimme des Reiches“. „Dieses Mal ging es um die Ausgaben März und April. Bei der letzten Durchsuchung um vorherige Ausgaben“, erklärte Gaebel.

Hennig soll zu den Verlegern gehören. Auf der Homepage des im Eigendrucks erstellten Blattes wird im Impressum „Freistaat Preußen“ mit der Wohnanschrift Hennigs angegeben. Hennig, der sich selbst zum Staatspräsidenten des Freistaates ernannt hat, wird als Inhaber der Konten angegeben.

Durchsucht wurden am vergangenen Montag unter Federführung des Landeskriminalamtes Niedersachsen zudem Räumlichkeiten in Nordrhein-Westfalen, Baden Württemberg und Bayern. Darunter sollen Wohnräume des ehemaligen Verdener Stadtratsmitglieds Markus Walter sowie der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck in Vlotho gewesen sein. Aktuell ist Walter Kreisvorsitzender der Partei „Die Rechte“ in Rhein-Erft. Walter waren die Sitze im Verdener Stadtrat und im Kreistag Anfang des Jahres aberkannt worden.

Das sichergestellte Beweismaterial müsse jetzt ausgewertet werden, erklärte Gaebel. Ergebnisse aus der Auswertung des Beweismaterials der Durchsuchung im Februar liegen laut dem Behördensprecher noch nicht vor.

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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