„Dünengebiet bei Neumühlen“

Erlebnisweg durch die Dünen entsteht

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Der Blick über die Verdener Dünen zeigt im Vordergrund die Aussichtsplattform, von der aus der Erlebnispfad in das Gebiet führen soll.

Verden – Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde bauen in diesen Tagen im Naturschutzgebiet „Dünengebiet bei Neumühlen“, den Verdener Dünen, einen Erlebnisweg auf. Künftig wird ein durch Pflöcke im Boden gekennzeichneter Weg von der bereits vorhandenen Aussichtsplattform aus das Gebiet queren, teilt die Kreisverwaltung mit.

Entlang des Weges werden vier Informationstafeln über die Entstehungsgeschichte, über Tier- und Pflanzenwelt sowie über die erforderlichen Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen dieses wertvollen Lebensraumes informieren. Drei weitere Tafeln weisen Besucher an den Eingängen zum Schutzgebiet auf dieses besondere Biotop hin.

„Ziel des Weges ist es, Besuchern das Erleben dieser einmaligen Dünenlandschaft zu ermöglichen und sie zu informieren. Gleichzeitig möchten wir darauf aufmerksam machen, wie empfindlich dieser Lebensraum ist“, erklärt Biologin Antje Mahnke-Ritoff, die beim Landkreis Verden für das Projekt zuständig ist.

Mahnke-Ritoff weist darauf hin, dass nach der neuen Schutzgebietsverordnung das Betreten der Dünen nur auf dem Erlebnisweg erlaubt sei. Alle anderen Flächen bräuchten dringend eine Erholung vom Freizeitdruck. Auch eine neue Beschilderung des Naturschutzgebietes erfolge bis zum Jahresende. „Zu große Teile der Dünen sind zurzeit zu stark zertreten, Silbergras- und Sandsegge können sich auf diesen Flächen nicht ansiedeln, Brutröhren von seltenen Wildbienen werden zerstört“, begründet Mahnke-Ritoff die Maßnahmen. Auch Abfälle, Glassplitter und vermüllte Feuerstellen seien in den Dünen regelmäßig zu finden.

Das Naturschutzgebiet, so die Naturschutzbehörde, habe niedersachsenweit aufgrund seiner Ausprägung, seiner landschaftlichen Schönheit und Besonderheit eine herausragende Bedeutung als schutzbedürftiger Dünenlebensraum. Aus diesem Grund hat das Land Niedersachsen für den Erlebnisweg als auch für weitere anstehende Maßnahmen aus dem integrierten EU-Life-Projekt „Europäische Sandlandschaften“ Finanzmittel bereitgestellt.

Die geplanten Maßnahmen in den Verdener Dünen und der Tütheide werden komplett aus diesem Projekt finanziert. Im kommenden Jahr plant die Naturschutzbehörde, einige ehemals offene, zurzeit aber mit standortfremden Gehölzen stark zugewachsene Dünenbereiche wieder freizustellen, damit typische Sandtrockenrasen und Heideflächen ihren ursprünglich vorhandenen Lebensraum wieder besiedeln können.

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