Erfolgreicher deutscher Dressurreiter im Mittelpunkt des Hippologischen Abends

Persönlicher Blick auf Klimke

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Reiner Klimke und Ahlerich 1986. Das Foto stammt aus dem Archiv Menzendorf im DPM und ist eine Leihgabe der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Kreisparkasse Verden.

Verden - Dr. Reiner Klimke zählt zu den erfolgreichsten und bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Sportgeschichte. Insgesamt 31 Medaillen, darunter jeweils sechsmal Gold bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sowie 13 goldene Europameisterschafts-Plaketten, hat der Münsteraner in seiner Karriere gewonnen. Doch wer war eigentlich dieser Reiner Klimke? Wie ist er zum Reitsport gekommen und was hat ihn letztlich so erfolgreich gemacht? Damit befasst sich das Deutsche Pferdemuseum (DPM) in Verden beim nächsten Hippologischen Abend am Dienstag, 3. November.

„Reiner Klimke – sein Leben, seine Pferde und seine reiterlichen Erfolge“, ist die Veranstaltung überschrieben, die um 19.30 Uhr beginnt. Ehefrau Ruth und Sohn Rolf Klimke werden ihre persönlichen Erinnerungen schildern und zusammen mit den Sportjournalisten Dieter Ludwig und Uwe Peppenhorst auf eine der erfolgsreichsten deutschen Sportkarrieren zurückblicken.

Der im Alter von nur 63 Jahren verstorbene Dr. Reiner Klimke war sowohl im Dressur- als auch im Vielseitigkeitssattel erfolgreich und zudem ein Ausbilder, der sich eng mit seinen Pferden verbunden fühlte. Belege für die intensive Auseinandersetzung mit seinen Pferden schlummerten über Jahre im Familienarchiv und sollen im Rahmen des Hippologischen Abends im DPM vorgestellt werden. Reiner Klimke verfasste umfangreiche Aufzeichnungen über den Werdegang seiner Pferde und dokumentierte gleichermaßen Turniererfolge und Trainingsfortschritte, aber auch Niederlagen und Rückschläge.

Sein umfassendes hippologisches Wissen, seine Erkenntnisse und Erfahrungen teilte er stets mit anderen, so natürlich auch mit seinen Kindern. Bestes Beispiel ist Tochter Ingrid, die mit ihrer vielseitigen Art der Reiterei, basierend auf der Philosophie ihres Vaters, seit Jahren im Dressur- und Vielseitigkeitssattel hoch erfolgreich ist, ohne dabei das Wohlergehen des Partners Pferd aus den Augen zu verlieren.

Das Museum ist am 3. November von 10 bis 17 Uhr und ab 18 Uhr wieder geöffnet. Das kürzlich im FN-Verlag erschienene Buch „Reiner Klimke – Erinnerungen an einen großen Reiter und Menschen“ kann im Museumsshop erworben und bei Interesse vom Autor oder Mitgliedern der Familie Klimke signiert werden.

Karten sind an der Abendkasse für acht Euro pro Person erhältlich. Mitglieder des Deutschen Pferdemuseums und PMs der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis von sechs Euro pro Person. Es besteht die Möglichkeit, sich im Vorfeld telefonisch unter 04231/807140 anzumelden und sich so einen Sitzplatz reservieren zu lassen.

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