SPD-Kreisparteitag: Extra-Lehrerstunden für Kinder mit Förderbedarf an allen Schulen

„Erdgas darf nicht in Nähe von Häusern gefördert werden“

SPD-Kreisparteitag bei Klenke: Christina Jantz-Herrmann, Christina Bührmann und Andreas Brandt sitzen hier in der ersten Reihe.

Langwedel - Hervorragende Ergebnisse für die Kandidaten gab es bei den Wahlen auf dem SPD-Parteitag in Klenkes Gasthaus. Mit nur einer Gegenstimme wurde Bernd Michallik am Sonnabend als Vorsitzender bestätigt. Wegen des bevorstehenden Wahlkampfes bekam er zwei zusätzliche Stellvertreter zur Seite gestellt. Neben Ralf Großklaus aus Oyten und Dr. Dörte Liebetruth (Kirchlinteln) sind das nun Manuel Kramer (Verden) und Petra Roselius (Thedinghausen).

Mit ebenfalls nur einer Gegenstimme wurde Fritz-.Heiner Hepke (Achim) als Finanzverantwortlicher bestätigt, einstimmig wurde Rainer Cordsmeier (Verden) erneut zum Schriftführer gewählt. Pressesprecher bleibt auch in den nächsten beiden Jahren Heinz Möller (Verden).

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Michallik bei dem 86-jährigen Alfred Eggers aus Langwedel, der nicht wieder für den erweiterten Vorstand kandidierte. „Ich werde euch aber als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft 60plus weiterhin erhalten bleiben“, versprach er.

Als Beisitzer gewählt wurden Nicola Beneke (Oyten), Bettina Brandt (Achim), Dr. Dirk Fornahl (Thedinghausen), Eva-Maria Hibbeler (Verden), Mareike Kiss (Oyten), Jens Künzler (Dörverden), Katja Starke-Heinbokel (Ottersberg) und Vivian Willenbrock (Langwedel).

In Anspielung an das Erdbeben vor gut einer Woche begrüßte Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt die SPD-Delegierten mit den Worten „in Langwedel ist immer Bewegung dabei“. Und er betonte: „Erdgasförderung darf es nicht in dicht besiedelten Gebieten geben.“

Grußworte kamen auch von Landrat Peter Bohlmann. Bei den asyl- und integrationspolitischen Herausforderungen gehe es um Wohnen, Sprache, Bildung und Arbeit, sagte der Sozialdemokrat. Er sprach sich dafür aus, dass die Landkreise die zentrale Integrationsbehörde und dafür mit Pauschalen ausgestattet werden sollten. Nur so könne das Förderwirrwarr auf den unterschiedlichen Ebenen beendet werden.

Dass vor Ort vieles effizienter erledigt werden könne, zeige auch die Arbeitsmarktpolitik. So sei es dem Landkreis Verden gelungen, seit 2012 die Zahl der Hartz-IV-Bezieher um 1000 auf jetzt 7500 Personen zu reduzieren.

Ex-Ministerin Christina Bührmnann forderte erneut eine Vermögenssteuer für Wohlhabende. Denn die finanzielle Kluft zwischen sozial Schwachen und Starken im Land werde immer größer.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz-Herrmann hielt nicht nur eine strenge Regelung für die Erdgasförderung, sondern auch eine Verkürzung der Asylverfahren für nötig. „Wir helfen den Menschen, die in Not geraten sind und friedlich bei uns leben wollen.“

Der Parteitag hat beschlossen, dass es an allen Schulen Förderschullehrerstunden für Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf geben soll.

Vorsitzender der Schiedskommission bleibt Björn Diering (Verden), seine Stellvertreter sind Helmut Prossner (Ottersberg) und neu Lore Künemann (Achim); Beisitzer: Kathrin Goldbach (Verden), Ursula Just (Achim) und Gudrun Wittekindt (Achim). Für den Landesparteirat wurden Richard Eckermann und Andrea Michallik gewählt, Delegierter für den Bundesparteitag ist Bernd Michallik. 

hu

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