Ausschuss stimmt Weiterbau der Erschließungsstraße zu

Entwicklung des Allerufers: Kein Termin für Rewe-Abriss

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Die neue Straße soll in Zukunft den Verkehr vom Nordertor-Kreisel an der neuen Parkpalette entlang, über das Gelände der ehemaligen Stadtwerke zur Blumenwisch führen.

Verden - „Bedeutendster Makel innerhalb der städtischen Struktur ist die mangelnde Einbeziehung des Allerufers“, ist im 117-seitigen Entwicklungs- und Wachstumskonzept der Stadt Verden nachzulesen. Mit der Umgestaltung der Reeperbahn und der Schaffung des Allerparks hat Verden die ersten Schritte hin zu einer Öffnung zum Wasser bereits gemacht. Der ganz große Wurf, der Abriss der ehemaligen Kaufhalle und die Neubebauung des Areals, unter anderem mit einem Hotel, fehlt freilich noch.

Und so befasste sich der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün am Mittwoch eher mit dem „Drumherum“ dieses umfangreichen Projektes, unter anderem mit dem zweiten Bauabschnitt der Straße, die einst den Nordertor-Kreisel mit dem neugestalteten Areal und der Blumenwisch verbinden soll.

Der Neubau, optisch der Reeperbahn angeglichen, ist als Ersatz gedacht für den stadteinwärts führenden Teil der Straße Am Allerufer.

Mit dem Bau der Parkpalette am Kreisel entstand bereits der erste Abschnitt, der an die Straße Am Nordertor anschließt. Nun beschäftigte sich der Ausschuss mit der nächsten Etappe, die als Kurve über das ehemalige Gelände der Stadtwerke verläuft und zunächst auf Höhe des Rewe-Parkplatzes in einer Sackgasse enden wird.

Für den 445 000 Euro teuren Bau ist der Abriss einiger Gebäude nötig. Dies ist für den Beginn des kommenden Jahres vorgesehen. Daran an, so die weitere Planung, schließt sich die Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen.

„Komplexe Gespräche“ mit den Mietern

„Der Ausbau des Straßenabschnitts soll bis Mitte 2018 fertiggestellt sein, um die Baustellenverkehre für die Umgestaltung des Kaufhallengeländes darüber abwickeln zu können“, heißt es in der Beschlussvorlage. Planer Thomas Köhlmos vom Architekten-Büro Lohaus und Carl versicherte dem Ausschuss: „Die Belastungsklasse der Straße ist so ausgelegt, dass der Baustellenverkehr kein Problem ist.“

Wann indes dort die Bagger rollen werden, weiß keiner. „Stimmt es, dass die Kaufhalle im nächsten Jahr abgerissen wird?“, hatte sich das frühere Ausschussmitglied Thomas Gern in der Einwohnerfragestunde erkundigt. Eine Antwort darauf gab es nicht, zumal die weiteren Beratungen zum Bau des Straßenabschnitts in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung verlegt wurden.

Bürgermeister Lutz Brockmann berichtete auf Nachfrage, dass der Hamburger Investor derzeit „komplexe Gespräche“ mit den Mietern in dem Kaufhallengebäude führe. Dabei gehe es sicher auch um alternative Standorte, zumal alle Mieter den baulichen Zustand des Gebäudes beklagten.

Was einen Abrisstermin betrifft, gebe es aber „kein Ergebnis, das man verkünden kann“, so der Bürgermeister vorsichtig. Die Zurückhaltung kommt nicht von ungefähr, zumal man beispielsweise Rewe gerne als Betreiber an der Aller behalten würde. „Wir brauchen einen Lebensmittelmarkt in der Stadt“, sagte Brockmann und stellte klar: „Wir wollen keine Betriebe verlieren, sondern ein hässliches Gebäude.“  

kp

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