Corona: 92 neue Infektionen im Landkreis und der 14 Todesfall

Entwarnung für das Waldheim

503 akut mit dem Coronavirus Infizierte zählte das Gesundheitsamt gestern.
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503 akut mit dem Coronavirus Infizierte zählte das Gesundheitsamt gestern.

Verden – Erneut haben sich übers Wochenende viele bestätigte Neuerkrankungen mit dem Coronavirus angesammelt. Nachdem das Gesundheitsamt vor einer Woche 150 neue Infektionen melden musste, fiel der Zuwachs gestern mit 92 Betroffenen fast glimpflich aus. Entsprechend schrumpfte auch der Wert der kumulativen Inzidenz auf 193,2, liegt also wieder klar unter der 200er-Grenze. Während die Corona-Pandemie in dem von Infektionen betroffenen Achimer Seniorenheim ein weiteres Todesopfer forderte, konnte nach den Massentestungen in der Stiftung Waldheim weitgehend Entwarnung gegeben werden.

In der Cluvenhagener Einrichtung waren in der zweiten Oktoberhälfte mehr als 50 Personen, Bewohner ebenso wie Betreuer, positiv getestet worden. Auch danach traten vereinzelt neue Corona-Fälle innerhalb der Einrichtung und im familiären Umfeld der Bewohner auf. Wie Landkreis-Sprecher Ulf Neumann gestern mitteilte, hatte sich das Gesundheitsamt Anfang November in Absprache mit der Einrichtung für einen kompletten Lockdown für das Gelände entschieden, an dessen Ende jetzt eine Massentestung aller Bewohner und Beschäftigten gestanden habe.

„Die Stiftung Waldheim ging für zehn Tage in einen absoluten Stillstand: keine Werkstättenbesuche, ein Minimum an Kontakten und die Betreuung der Bewohner in Vollschutz“, beschreibt Amtsärztin Jutta Dreyer die Umstände. In der zurückliegenden Woche habe dann das zwölfköpfige Bundeswehrteam, das den Landkreis im Rahmen der Amtshilfe unterstützt, zusammen mit Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und der Stiftung Waldheim in einer Großaktion 700 Abstriche bei sämtlichen Bewohnern und Beschäftigten genommen.

Die meisten Ergebnisse lagen gestern vor: Bei zwei Mitarbeitern wurde eine Neuinfektion mit dem Coronavirus diagnostiziert. Einige Mitarbeiter-Proben stehen noch aus. Bei weiteren neun Mitarbeitern sowie vier Bewohnern, die schon zuvor positiv getestet worden waren, bestätigten die Tests die noch vorhandene Virusinfektion. Unter den Bewohnern hingegen trat kein einziger neuer Fall auf, sodass ab heute der Lockdown der Einrichtung beendet werden und der Werkstattbereich wieder beginnen kann. „Die Ergebnisse stimmen positiv, zeigen sie doch, dass die zuvor innerhalb der Einrichtung getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen“, kommentiert Dreyer die Resultate.

Ein weiteres Screening mit 140 Abstrichen sei in der von einem Corona-Ausbruch betroffenen Pflegeeinrichtung in Achim durchgeführt worden, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Gesundheitsamt. Nachdem dort Mitte vergangener Woche auf der betroffenen Station zu den bestehenden fünf Corona-Fällen neun weitere Infektionen hinzugekommen waren, hatte man sich seitens der Behörde dazu entscheiden, alle Bewohner der Einrichtung durchzutesten. Das Ergebnis erbrachte weitere sechs positiv getestete Bewohner und drei Pflegekräfte in anderen Heimbereichen. Daraufhin sei noch am Wochenende das ganze restliche Personal abgestrichen worden. Auch diese Ergebnisse stehen noch aus.

Bereits am Freitag sei in dem Achimer Pflegeheim eine weitere Bewohnerin an den Folgen der Covid-19-Erkrankung gestorben. Die 85-Jährige ist der vierzehnte Todesfall im Landkreis im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Auch für zahlreiche Schulen im Kreisgebiet wurden über das Wochenende neue Fälle gemeldet. Dazu zählen die Wümmeschule Ottersberg, die Oberschule Verdener Campus, die Oberschule Kirchlinteln, das Domgymnasium Verden und die BBS Verden mit je einem neuen Fall sowie die Aller-Weser-Oberschule in Dörverden mit zwei Infizierten. Drei neue positive Fälle traten an der Grundschule Sagehorn auf. Je einen Fall verzeichnete das Gesundheitsamt zudem an den Grundschulen in Uesen und Otterstedt sowie zwei an der Lintler Geest-Schule in Bendingbostel. Der Schulbetrieb in der Lintler Geest-Schule wurde eingestellt, bis weitere symptomatische Fälle abgeklärt sind. Die Schule gewährleistet aber eine Notbetreuung. Insgesamt sind nach den Herbstferien 63 Schüler in 28 Schulen von Corona-Infektionen betroffen.

In drei Achimer Kindertagesstätten, St. Matthias, Uesen und Achimer Himmelstürmer, wurde je eine Erzieherin positiv getestet. Kreisweit sind damit in neun Kitas Corona-Fälle seit dem Ferienende zu verzeichnen.

Im Kreisgebiet summiert sich damit die Zahl seit Beginn der Pandemie auf 1 439 laborbestätigte Coronavirus-Infizierte. 922 Covid-19-Patienten sind bereits wieder genesen und aus der Quarantäne entlassen worden. Das sind 93 mehr als am Freitag. 503 Personen im Landkreis sind aktuell mit Symptomen oder ohne infiziert. 761 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. 15 Personen werden aktuell stationär behandelt, 14 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.  kle

„Bitte bleib gesund“ fordert das Schild am Eingang zum Waldheim-Gelände in Cluvenhagen auf. Die Ergebnisse der Tests sind vielversprechend.

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