Sicherheitsverwahrung beschlossen

Elfeinhalb Jahre Haft für Tod von Judith Thijsen

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Der Angeklagt Jörg N. ist im Gerichtssaal von der Presse umringt.

Verden - Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Rehburg-Loccum ist ein Ex-Patient des Maßregelvollzugs zu elfeinhalb Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden.

Das Landgericht Verden ordnete am Donnerstag zudem an, den 49-Jährigen anschließend in der Sicherungsverwahrung unterzubringen. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann die 23-Jährige bei einem unbegleiteten Ausgang aus dem Maßregelvollzug im September 2015 im Klosterwald bei Rehburg tötete. Der Vater der jungen Frau hatte die unbekleidete Leiche seiner Tochter Tage nach der Tat im Wald gefunden. Sie war unter Farnkraut und Ästen versteckt. 

Der Angeklagte hatte die Tat vor Gericht bestritten. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten eine lebenslange Freiheitsstrafe und Sicherungsverwahrung wegen Mordes gefordert. Die beiden Pflichtverteidiger des Angeklagten plädierten auf Freispruch. Für eine Verurteilung gebe es keine Beweise, betonten sie. „Was ist, wenn der wahre Täter noch frei herumläuft?“, fragte Anwalt Torben Werk. 

Der Tod der jungen Frau und eine Reihe anderer Vorfälle im Maßregelvollzug in Niedersachsen hatten dazu geführt, dass das Land Lockerungen für Gewalt- und Sexualverbrecher stärker hinterfragt.

dpa

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