Gutachter prüft Schäden am Gebäude

Kapelle in Verden-Eitze: Stürzende Eiche und viel Glück im Unglück

Im Fallen riss die mächtige Eiche Pfannen und Verkleidung von der Eitzer Kapelle.
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Im Fallen riss die mächtige Eiche Pfannen und Verkleidung von der Eitzer Kapelle. Teile der Äste drangen in den Dachstuhl.

Verden-Eitze – Wie sauber gefällt. So legte sich die mächtige Eiche neben die Eitzer Kapelle. Nicht ohne das Gebäude im Fallen erheblich zu ramponieren. Dachpfannen und Gebälk bekamen das zu spüren. Der Schaden am Gebäude ist beträchtlich. Ein Gutachter muss nun ran.

Ortsbürgermeisterin: „Knapp zwei Stunden, bevor die Eiche umkippte, habe ich noch vor der Kapelle unter dem Baum gestanden“

Ortsbürgermeisterin Anja König ist stets um Sachlichkeit und gewählte Worte bemüht. Angesichts des Ereignisses, so gibt sie rückblickend zu, sei ihr allerdings doch ein bisschen mulmig zumute gewesen. „Knapp zwei Stunden, bevor die Eiche umkippte, habe ich noch vor der Kapelle unter dem Baum gestanden“, berichtet König. Das war am Samstag um 15 Uhr. Da gab es für sie keinerlei Anzeichen für das, was kommen sollte. Gegen 17 Uhr knickte dann der Baum kurz über der Erdoberfläche ab. Was die Verantwortlichen umso mehr wundert, weil zu dem Zeitpunkt kein starker Wind herrschte.

Neben der Kapelle in Eitze: Eichenstamm war vermutlich krank

Wahrscheinlich, so eine Vermutung, dürften die vorangegangenen Stürme den alten Baum „weichgekocht“ haben. Bislang noch Spekulation, sagt König. Allerdings, so ihre Beobachtung, sei der Stamm im unteren Bereich offensichtlich nicht mehr gesund gewesen. „Äußerlich zu erkennen war nichts, doch im Kern sah das Holz nach dem Sturz sehr angegriffen aus“, so die Ortsbürgermeisterin. So könnte letztendlich eine starke Böe genügt haben, um die Eiche zu fällen. „Aber, wie gesagt, bislang alles nur Spekulation. Wir waren nur froh, dass der Baum auf das Grundstück und nicht auf die danebenliegende Straße gefallen ist“, stellt Anja König sachlich fest. Auch wenn dass der Kapelle nicht so gutgetan habe. Zudem sei, Gott sei Dank, zu der Zeit niemand auf dem Gelände gewesen. „Zwei Tage zuvor hatte es noch eine Trauerfeier gegeben. Nicht auszudenken, was hätte passieren können.“

Das Dach wurde erheblich beschädigt.

„Zwei Tage zuvor hatte es noch eine Trauerfeier gegeben. Nicht auszudenken, was hätte passieren können.“

Die Ortsbürgermeisterin ist nun bemüht, den Schaden möglichst schnell zu regulieren. Direkt nach dem Sturz der Eiche waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Verden und Eitze angerückt. Mit Drehleiter und Motorsägen machten sie Kleinholz aus der Eiche und befreiten das Dach der Kapelle von den Ästen. Ein Dachdecker sorgte dafür, dass das Loch mit Planen dicht und regenfest gemacht wurde. Eine erste Begutachtung ließ vermuten, dass die Statik des Gebäudes nicht gelitten hat, sagte König. Allerdings müsse noch ein Experte zu Rate gezogen werden, der den gesamten Schaden auflistet und abschließend notwendige Maßnahmen prüft.

Kapelle Eitze: Gutachter muss Schaden auflisten und weitere Maßnahmen prüfen

Unabhängig davon müsste ein Baumgutachter die verbliebenen Eichen rund um das Gebäude in Augenschein nehmen. Nicht ausgeschlossen, dass weitere Exemplare anfällig sind. „Das müssen wir prüfen“, so König. Schon vor geraumer Zeit habe auf dem Gelände eine der drei die Kulisse prägenden Eichen gefällt werden müssen. „Das ist sehr schade, aber wir pflanzen für einen gefällten stets zwei neue Bäume“, betont König.

Die Kapelle, daran lässt die Ortsbürgermeisterin keinen Zweifel, wird wieder – und zwar möglichst schnell – in Ordnung gebracht. Das Gebäude bietet Raum für Trauerfeiern, aber auch für den Volkstrauertag und für die Christvesper. Die Eitzer feierten vor zwei Jahren den 50. Jahrestag der Grundsteinlegung.

Ortsbürgermeisterin Eitze: „Das ist sehr schade, aber wir pflanzen für einen gefällten stets zwei neue Bäume“,

SDer Bau der Kapelle wurde im Jahr 1968/69 unter großer Beteiligung und mit entsprechender Eigeninitiative der Eitzer Bevölkerung – darunter auch viele Geldspenden – ermöglicht. Zunächst, so heißt es in der Ortschronik, planten die Verantwortlichen, die Kapelle auf dem Friedhof zu bauen. Da hier aber nicht genügend Platz war, sei beschlossen worden, sie gegenüber dem Friedhof, unter den mächtigen Eichen im Gohbachbogen, zu errichten.

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