Einzelne Besucher möglich

Senioren- und Pflegeeinrichtung in Dörverden lockert Corona-Regeln: Zugang mit Maske und Abstand

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und zusätzlich das eines Visiers ist zwar hinderlich, wird aber mehrheitlich als notwendige Maßnahme toleriert. Fotos: Niemann
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Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und zusätzlich das eines Visiers ist zwar hinderlich, wird aber mehrheitlich als notwendige Maßnahme toleriert. 

Dörverden – Das seit Wochen geltende Besuchsverbot im Haus am Hesterberg, der Senioren- und Pflegeeinrichtung des Landkreises in Dörverden, ist gelockert worden. Stellvertretend für Einrichtungsleiterin Elke Lindhof informiert Sabine Putz, dass jeweils eine zuvor zu benennende feste Kontaktperson unter strengen Auflagen das Haus wieder betreten darf. Zwar mit Maske und Mindestabstand und, wenn die Witterung es erlaube, möglichst im Freien, aber immerhin von Angesicht zu Angesicht.

„Die ersten Besuche haben bereits stattgefunden, und ebenso wie die Bewohner haben sich auch deren Angehörige sehr über die ersten persönlichen Treffen nach langer Zeit gefreut. Es haben sich teils so berührende Szenen abgespielt, dass sogar mir die Tränen kamen“, gibt Putz unumwunden zu. Sie unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung sämtlicher Hygiene- und Abstandsregeln.

Laut Putz haben bereits etliche Angehörige signalisiert, dass sie die Bewohner besuchen wollen, doch die Gefahr, dass es zum großen Ansturm komme, bestehe nicht. „Es wurde eigens ein Besucherkonzept erarbeitet, und über die erforderlichen Details wurden alle Angehörige schriftlich informiert“, so Putz. Beispielsweise würden an die jeweiligen Kontaktpersonen nach vorheriger Absprache durch die Verwaltung feste Termine ausgegeben.

Sabine Putz berichtet von Lockerungen.

Außerdem sei die Besuchszeit auf jeweils eine halbe Stunde beschränkt. Die Besuche fänden in einem separat geschaffenen Raum statt oder eben bei schönem Wetter draußen. „Die Begegnungen sind schön, aber dennoch weit von dem entfernt, was den Besuch vor Corona ausgemacht hat.“ Auch sei der bürokratische Aufwand hoch, da jeder Besucher zunächst einen Termin vereinbaren und dann einen Fragebogen ausfüllen müsse, um eventuelle Infektionsketten nachverfolgen zu können. Aufgrund der Verpflichtungen, eine Maske zu tragen, sei zudem die Verständigung teils ein Problem. „Nicht wenige unserer Bewohner sind schwerhörig. Und weil die Masken beim Sprechen einen Teil der Laute verschlucken, ging es bei den Treffen manchmal recht laut und überaus gestenreich zu“, schmunzelt Putz. Sie macht keinen Hehl daraus, dass die Lockerung zwar richtig sei, aber nicht allen gleichermaßen zugutekomme: „So mancher Bewohner hat vermutlich sogar mehr Nutzen davon, wenn er seinen Angehörigen auf digitalem Weg beim Skypen von Angesicht zu Angesicht begegnet.“  

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