Initiative auch in Verden präsent

„Bremer Engel“ erhalten Spende vom Lions-Club

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Kinderkrankenschwester Maren Wegner ist eine von acht Bremer Engeln, die die Kinder daheim versorgen.

Verden - Das vom Lions-Club Verden veranstaltete Benefiz-Golfturnier Anfang Juli hat sich gelohnt. Für den guten Zweck wurden insgesamt 8 000 generiert, die Hälfte davon geht an das Projekt „Bremer Engel“ der Erika-Müller-Stiftung, die sich der häusliche Betreuung schwerstkranker Kinder in Bremen und Umgebung verschrieben hat.

Die Organisatoren des Turniers, Karl-Peter Neumann und Fritz-Dieter Tollé, zeigten sich im Nachgang sowohl mit der Beteiligung als auch mit dem Spendenergebnis sehr zufrieden. Dass die eine Hälfte der Summe an die „Bremer Engel“ gehen würde, sei im Vorfeld bereits klar gewesen. „Die Verbindung zu der Stiftung besteht schon seit vielen Jahren und liegt uns sehr am Herzen“, berichtete Neumann im Zuge der Scheck-Übergabe an Stiftungsmanagerin Marie Tentrup-Martin und die Vorsitzenden Kuratorin Renate Bartholomäus-Lüthge. 

Über die Unterstützung zeigte sich Tentrup-Martin sehr erfreut. „Wir sind vor allem in Zeiten der Niedrigzinsphase fast ausschließlich auf Spenden angewiesen, da wir keine staatliche Förderung erhalten. Da freuen wir uns natürlich sehr über solch wiederkehrende Hilfe.“

Die 2005 gegründete Initiative „Bremer Engel“ ist eine mobile Familienhilfe für schwerstkranke Kinder und ihre Angehörigen. Das Ziel dahinter ist, dass Kinder mit schweren Krankheiten wie Krebs, Mukoviszidose und Morbus Chron zu Hause im vertrauten Umfeld medizinische und psychologische Betreuung erhalten und somit schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden können. 

Das Leben etwas erleichtern

Dafür sind insgesamt acht Krankenschwestern, eine Kunsttherapeutin sowie eine Psychologin im Einsatz, und versuchen ihren Schützlingen und deren Familien das Leben etwas zu erleichtern. Entscheidend ist, dass dieselben Krankenschwestern, zu denen die Kinder in der Klinik Vertrauen aufgebaut haben, das betroffene Kind auch zu Hause weiter betreuen.

„Es geht darum, den Kindern beschwerliche Wege abzunehmen. Das Krankenhaus ist meist durch Chemotherapien und sonstige Behandlungen mit schlimmen Erfahrungen verbunden. Dass sie zu Hause bleiben können, ist vor allem für die seelische Entwicklung sehr wichtig“, berichtete Tentrup-Martin. Auch die Betreuung von Geschwistern der erkrankten Kinder komme im Angebot der Engel nicht zu kurz. Diese bekommen durch die schweren Krankheiten oft weniger Aufmerksamkeit, als das sonst der Fall wäre. Das Tätigkeitsgebiet der Fachkräfte, die allesamt in kooperierenden Bremer Kliniken angestellt sind, erstreckt sich von Bremen aus ins Umland, sodass auch in Verden „Bremer Engel“ unterwegs sind.

ntr

Weitere Informationen unter www.bremer-engel.de.

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