Hilfe für Mosambik

Einsatz gegen die Folgen von Idai

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THW-Einsatzkräfte, unter ihnen der Verdener Jochen Münzer, helfen bei der Wasserversorgung in Mosambik.

Beim Kampf gegen Seuchen in Mosambik ist auch der Verdener Jochen Münzer im Einsatz. Der erfahrene Mitarbeiter der Verdener Regionalstelle des Technischen Hilfswerks hilft bei der Versorgung der Bevölkerung mit frischem Trinkwasser.

Verden – Zyklon Idai ist Mitte März mit bis zu 190 Kilometern pro Stunde in Südostafrika auf Land getroffen. Am stärksten betroffen ist die 500.000-Einwohner-Stadt Beira in Mosambik. Die Regierung dort hat den Notstand ausgerufen und ein internationales Hilfeersuchen gestellt. Unter den Helfern, die sich aufmachten, ist auch das Technische Hilfswerk (THW). Bereits seit dem 22. März ist es vor Ort, um die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Zum Monatsanfang wurde ein Mitarbeiter der Verdener Regionalstelle hinzugerufen: Jochen Münzer arbeitet jetzt dort als Finance Administrator (FA).

Der Verdener blickt als Ehren- und Hauptamtlicher im THW auf langjährige Erfahrungen im In- und Ausland zurück. „Die Besonderheit in diesem Einsatz ist, dass er seine Erfahrung an einen Trainee weitergeben kann, der zukünftig in der Funktion als FA eingesetzt wird“, so Fabian Schaffhausen, Leiter der Regionalstelle Verden.

Das zweiköpfige Vorausteam hatte wenige Tage nach dem Zyklon die Lage vor Ort erkundet, und gleich am Tag danach brachen neun Kräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) nach Beira auf. Die Einheit verfügt über Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Wasserlabors und Materialien für die Instandsetzung von Brunnen und die Reparatur beschädigter Leitungen. Damit ist sie in der Lage, Trinkwasser aufzubereiten sowie die Sanitärversorgung und Wasserentsorgung zu gewährleisten. Mit seiner Anlage WTC 5000 kann das THW stündlich bis zu 5000 Liter Trinkwasser nach WHO-Standard produzieren. Es dauerte keine Woche, bis die erste von zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen einsatzbereit war. Damit konnten die Helfer ab Ende März Trinkwasser an die 12.000 Einwohner des Orts Nhangau ausgeben.

Danach machten sie sich an die Begutachtung der 30 überschwemmten Schachtbrunnen und untersuchten sie auf Keime und Verunreinigungen. Anhand von Proben wird dann entschieden, ob der jeweilige Brunnen wieder freigegeben werden kann. Wenn nicht, muss er vom SEEWA-Team wieder rehabilitiert werden.

Inzwischen haben die Helfer schon einen Brunnen rehabilitiert. Um die Bevölkerung der acht Ortschaften von Nhangau mit Trinkwasser zu versorgen, setzen sie mittlerweile einen Wassertruck ein. Ein einheimischer Fahrer fährt durch die Region und verteilt das kostbare Nass. Damit wird zugleich die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera eingedämmt.

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