Lisa Pischke ist die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Verden

„Einfach machen“ als Hauptaufgabe

Volle Kraft voraus für den Klimaschutz: Für den Weg zur Arbeit vom Wohnort Wahnebergen über den „Brückenschlag“ nach Verden nimmt Lisa Pischke gerne das Fahrrad. Bürgermeister Lutz Brockmann, selbst regelmäßiger Radfahrer, findet das natürlich gut.
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Volle Kraft voraus für den Klimaschutz: Für den Weg zur Arbeit vom Wohnort Wahnebergen über den „Brückenschlag“ nach Verden nimmt Lisa Pischke gerne das Fahrrad. Bürgermeister Lutz Brockmann, selbst regelmäßiger Radfahrer, findet das natürlich gut.

Die Potsdamerin Lisa Pischke ist die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Verden. Sie tritt die Nachfolge von Thomas Blöthe an.

  • Die 25-jährige Ingenieurin Lisa Pischke ist die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Verden.
  • Die Ingenieurin studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Holzminden. Einer ihrer fachlichen Schwerpunkte ist das nachhaltige Bauen.
  • Bei der Stadt Verden wird sie auch für die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes zuständig sein.

Verden – Die Stadt Verden hat eine neue Klimaschutzmanagerin. Lisa Pischke trat mit Jahresbeginn die Nachfolge von Thomas Blöthe an, der sich beruflich verändert hat. Am Mittwoch stellte Bürgermeister Lutz Brockmann die junge Frau vor.

Die 25-Jährige hat an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Holzminden studiert, dort das Masterstudium absolviert, ist Ingenieurin mit Schwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und somit auch Fachfrau für nachhaltiges Bauen. Eine Thema, das ihr sehr am Herzen liegt. Und sie hat Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit.

Diese gebündelte Kompetenz überzeugte wohl auch den Verdener Stadtrat, dem sich die gebürtige Potsdamerin im November – ein Novum – per Videokonferenz vorstellte. Auch Brockmann betonte gestern die Bedeutung, fachlich versiert und kommunikativ zu sein. „Klimaschutzmanagement ist eine Querschnittsaufgabe“, meint der Bürgermeister.

Potsdam, alte Residenzstadt mit hoher Schlösser-Dichte und vielen geschichtsträchtigen Gebäuden: Ja, sie sei wirklich sehr sehr schön, sagt Lisa Pischke über ihre Heimatstadt. Dennoch habe sie sich „mit Absicht“ für eine Bewerbung in Verden entschieden, betont sie.

Nicht nur, weil sie sich im Laufe ihres Studiums „an Niedersachsen gewöhnt“ habe, wie sie lächelnd erzählt. Oder ihrem Partner zuliebe. Was sie reizt, sind die vielfältigen Aufgaben der Kommune, die dann eben auch ihre Tätigkeit abwechslungsreich machen.

Lisa Pischke ist als Klimaschutzmanagerin dem Fachbereich 2 „Finanzen und Vermögen“ zugeordnet und dort auch für die städtischen Gebäude zuständig, wenn es beispielsweise um die energetische Sanierung geht. Bei 80 Immobilien von der Kapelle bis zu Rathaus und Schulbauten ist da noch gut zu tun.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept, dessen Umsetzung Pischke weiter mit vorantreiben soll, umfasst aber noch einige Handlungsfelder mehr, die mehr als 100 Bürger und lokale Akteure gemeinsam erarbeitet haben. Wie können Unternehmen ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß senken? Wie kann die regenerative Energieerzeugung in Verden vorangetrieben werden? Welche Immobilienbesitzer sind interessiert an innovativen Wohnkonzepten? Wo können versiegelte Flächen wieder entsiegelt werden? Wo ist das Radwegenetz noch ausbaufähig? Welche Möglichkeiten zur Verbesserung des ÖPNV bestehen? Und welche Fördertöpfe gibt es für die vielen potenziellen Projekte?

Nicht jedes dieser Felder kann und muss die Klimaschutzmanagerin selber beackern. Manches wird sie an „KleVer“, die Klimaschutz- und Energieagentur des Landkreises Verden, weiterleiten. Zu tun bleibt genug für Lisa Pischke. Zumal das Klimaschutzkonzept der Devise „Einfach machen“ folgt. Im doppelten Wortsinn. Und, weil die Stadt es sich auf die Fahnen geschrieben hat, hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Die neue Klimaschutzmanagerin ist da vorne mit dabei. Vom Wohnort Wahnebergen aus nutzt sie regelmäßig den „Brückenschlag“, um zur Arbeit zu radeln.

Von Katrin Preuss

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