Serie Inklusion für Verden Teil I: Der Aktionsplan

Eine Wunschliste für alle

Kooperation ssteht im Mittelpunkt auch beim Netzwerk Jugend.
+
Kooperation ssteht im Mittelpunkt auch beim Netzwerk Jugend.

Jeder soll in Verden an allem, was ihm wichtig ist, teilhaben können. Was ist dazu nötig? Um eine inklusive Stadt zu werden, die die Hindernisse dazu überwindet, hat Verden sich einen Aktionsplan gegeben. Wirklichkeit ist er noch nicht. Und deshalb hat er etwas von einer Wunschliste, an der viele mitarbeiten wollen.

Verden – Die Stadt Verden hat Inklusion als wichtiges Anliegen in seinem Zukunftskonzept verankert. „Der Aktionsplan Inklusion soll diesen Prozess voranbringen“, heißt es auf der Internetseite der Stadt. Die Ideen in dem Plan kommen aber nicht nur aus dem Rathaus oder aus dem Ratssaal, sondern aus allen Ecken der Stadt. Menschen, die Barrieren beobachtet haben und Ideen haben, arbeiten in vielfältigster Form an deren Beseitigung mit.

Inklusion hat das Leben in der Stadt schon spürbar verändert. Davon ist auch Ilaria Massari überzeugt. Die Leiterin des städtischen Projektes Inklusiv VERbunden erkennt das an vielen Stellen in der Stadt. „Am deutlichsten sichtbar für viele Menschen wird das in den Bildungsnetzwerken“, gibt sie ein Beispiel.

„Das wichtigste ist aber, dass sich die Stadt überhaupt auf den Weg gemacht hat“, findet Massari. Langsam aber systematisch halten die Netzwerke in den Stadtteilen überall in Verden Einzug. Inklusiv VERbunden hatte diese Entwicklung angestoßen. um sich der Teilhabe für alle Menschen in Verden gemeinsam nähern zu können.

Es sind die Mitglieder von Vereinen, Anwohner in Stadtteilen, Mitglieder von engagierten Organisationen, die sich in den Netzwerken austauschen und zusammenarbeiten. Sie formulieren Anliegen und Ziele für den Stadtteil und koordinieren sie, wo es möglich ist. „Die Netzwerke agieren vor Ort. Sie sind die Fachleute für ihren Stadtteil oder ihre Ortschaft. Sie können Bedarfe am besten einschätzen. Durch das Bündeln von Ressourcen können sie einiges bewegen und umsetzen, anderes braucht Unterstützung. Stadtrat, Ortsräte und Verwaltung schaffen die Grundlagen für Veränderungen.“

Im Forum Inklusion kommen alle diese Beteiligten und ihre Bestrebungen zusammen. Sie entwickeln dort den Verdener Aktionsplan. Zum ersten Mal trat am 28. Oktober vergangenen Jahres das Forum zusammen. 70 Verdener und Verdenerinnen nahmen daran teil. In Workshops hatten sie Ideen und konkrete Maßnahmen zusammengestellt. Auch der Zeitrahmen für die Verwirklichung und mögliche Kosten und ähnliches verzeichnet der Plan. So vermittelt er den Eindruck, dass es um die Umsetzung geht. Die Ideen und Vorschläge verteilen sich auf fünf Themenfelder: Die Bereiche Bildung, Arbeit und Ausbildung, Kultur und Freizeit, Wohnen und Versorgung und das Themenfeld Mobilität und Beförderung.

Der erste seit einem Jahr gültige Aktionsplan Inklusion umfasste Maßnahmen bis zum nächsten Jahr. „Daran wird auch weitergearbeitet“, weiß Projektleiterin Massari von den jeweils beteiligten Gruppen, Einrichtungen oder Vereinen, aber auch Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Die Corona-Pandemie habe ansonsten einiges am Jahresplan über den Haufen geworfen. So wird die Fortschreibung des Aktionsplanes auf das nächste Jahr verschoben. Eigentlich hätte das Forum jetzt im Sommer daran arbeiten sollen.

Immer mitten drin und, wenn Bedarf ist, als Motor oder Initiator wirken die Mitarbeiterinnen der städtischen Fachstelle Inklusion, Integration und Prävention. Entwürfe, die in Zusammenarbeit mit der Fachstelle schon ins Auge gefasst wurden, gibt es schon. „Beendet wird er wohl nie“, vermutet Saskia Beck van Düllen aus der Fachstelle. Und auch Ilaria Massari geht davon aus, dass der Weg zur inklusivenStadt kein Ende finden kann.

Mittlerweile ist manches aber doch schon abgeschlossen, manches musste liegen bleiben und anderes hat sich von selbst erledigt. Verbesserungen für das Zusammenleben seien aber immer denkbar und mit der Veränderung der Menschen und der Gesellschaft könnten immer wieder neue Barrieren entstehen.

Von Ronald Klee

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Das große Sommergewinnspiel: Alle Fotos

Das große Sommergewinnspiel: Alle Fotos

Japanische Roadsterträume in Italien

Japanische Roadsterträume in Italien

Playstation 5 und Xbox Series im Überblick

Playstation 5 und Xbox Series im Überblick

Mit Kindern durchs Ruppiner Land

Mit Kindern durchs Ruppiner Land

Meistgelesene Artikel

Corona-Verstöße in Verden: 170 Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer

Corona-Verstöße in Verden: 170 Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer

Corona-Verstöße in Verden: 170 Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer
Wer nimmt es mit Rainer Ditzfeld auf?

Wer nimmt es mit Rainer Ditzfeld auf?

Wer nimmt es mit Rainer Ditzfeld auf?
Betrunkene greifen in Verden Polizist und Klinikmitarbeiterin an

Betrunkene greifen in Verden Polizist und Klinikmitarbeiterin an

Betrunkene greifen in Verden Polizist und Klinikmitarbeiterin an

Kommentare