Althusmann zu Gast beim Hannoveraner Verband 

Eine WM für Verden?

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Werner Schade (2.v.r.) zeigte sich als guter Gastgeber und führte CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann (2.v.l.) sowie Andreas Mattfeldt (links) und Adrian Mohr (rechts) über das Gelände.

Verden - Als der zweieinhalbjährige Hengst in der Halle des Hannoverander Verbandes die Hindernisse ebenso elegant wie kraftvoll übersprang, kam der CDU-Spitzenkandidat für die niedersächsische Landtagswahl, Bernd Althusmann, nicht umher, einen Vergleich zu seinem Metier zu ziehen: „Auch in der Politik gibt es zahlreiche Hindernisse, die übersprungen werden müssen.“ Dass er dazu bereit ist, zeigt er bei seinem Besuch in Verden.

Werner Schade, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Hannoverander Verbandes, führte gestern eine kleine Delegation um Althusmann, Bundestagsmitglied Andreas Mattfeldt und Landtagsmitglied Adrian Mohr über das weitläufige Gelände und informierte über die örtlichen Besonderheiten. Althusmann zeigte während des Rundgangs, dass er einen engen Bezug zu den athletischen Vierbeinern hat. Zum einen habe eine seiner Töchter derzeit ein Pflegepferd, zum anderen „habe ich als Kind voltigiert“, offenbarte Althusmann unerwartete Fähigkeiten.

Verden soll wieder mehr in den Mittelpunkt des Reitersports

Schade nutzte die Gelegenheit, um in legerer Atmosphäre Themen anzureißen, die den Verband momentan beschäftigen, unter anderem die Ausrichtung von Reiturnieren mit internationaler Stahlkraft. Obwohl Verden im Jahr 2020 die Weltmeisterschaft für junge Dressurpferde ausrichten wird, bestehe die Tendenz, dass die wichtigen Turniere ins Ausland vergeben würden. Im Gespräch ergab sich die Idee, die Stadt wieder mehr in den Mittelpunkt des Reitersports zu rücken und innerhalb weniger Minuten griff Althusmann den Ball auf. „Das Ziel lautet, Niedersachsen zum Austragungsort der Weltreiterspiele 2022 zu machen“, kündigte er für den Fall eines Wahlerfolgs an. Mit dem Doppelstandort Verden/Luhmühlen hätte man die Voraussetzung dafür, die Weltmeisterschaft in allen Disziplinen auszurichten, waren sich die CDU-ler einig. Mattfeld versprach, die Möglichkeiten einer Unterstützung des Bundes bei diesem Vorhaben zu prüfen.

Als es um die Zucht ging, waren sich alle Beteiligten einig, dass diese für die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei, der weiterhin gestärkt werden müsse. „Der Umsatz der Pferdewirtschaft liegt bei etwa 6,7 Milliarden Euro, 30 Prozent davon werden allein in Niedersachsen umgesetzt“, berichtete Schade. Umso mehr bedauerte er, dass die derzeitige Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium aus falsch verstandenem Tierschutz suboptimal sei. Der Geschäftsführer trat damit der Vorstellung entgegen, dass die Pferde schlecht behandelt oder zu irgendetwas gezwungen würden und kritisierte unter anderem das Ausmessen von Pferdeboxen ohne die gesamte Größe des Geländes zu berücksichtigen.

Die am Ende ausgesprochene Einladung Schades zur Elite-Auktion am Freitag, 13. Oktober, musste Althusmann ablehnen: „Wenn alles so kommt, wie erhofft, bekomme ich da Besuch von der Bundeskanzlerin. Aber ich frage meine Frau, ob sie nicht Lust hat, nach Verden zu kommen“, schmunzelte er.

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