Russisches Klassisches Staatsballett zu Gast

„Nussknacker“ in Verden: In eine Traumwelt entführt

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Für Marie erwacht der Nussknacker als Prinz zum Leben.

Verden - Von Christel Niemann. Tosender Applaus, begeisterte Zuschauer und trotz lichter Publikumsreihen glücklich strahlende Künstler: Im Rahmen ihrer großen Deutschlandtournee hat das Russische Klassische Staatsballett mit großer Bühnenpräsenz Tschaikowskys „Nussknacker“ nach E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Nussknacker und Mäusekönig“ aufgeführt und das Publikum in der Verdener Stadthalle mit Spitzentanz vom Feinsten restlos begeistert.

Die Geschichte der kleinen Marie, die sich in der Weihnachtsnacht in einer seltsamen Traumwelt verliert, wurde in wunderschönen Bildern erzählt und auf hohem Niveau tanzend zu Tschaikowkys Musik auf die Bühne gebracht. Faszinierend, wie präzise und elegant, mit Leichtigkeit und mitreißender Choreografie „Der Nussknacker“ unter der künstlerischen Leitung von Konstantin Iwanow präsentiert wurde.

Das Märchen erzählt von einem geschenkten Nussknacker, der im Traum des Mädchens Marie zum Leben erwacht und deren Jungmädchentraum von einem Märchenprinzen dann heldenhaft verkörpert. So nimmt er für sie den Kampf gegen den bösen Mäusekönig auf, den er mithilfe seiner Armee nicht nur gewinnt, sondern außerdem auch das Herz des schönen Mädchens erobert. Die Tänzer vom Klassischen Russischen Ballett agierten professionell zwischen den märchenhaft gemalten Bühnenkulissen, die dem Salon der Familie weihnachtlichen Glanz und dem Zauberwald das Phantastische verliehen.

Die Leichtigkeit, mit der vor allem die Solisten selbst die kompliziertesten Sprünge und Hebefiguren bewältigten, war rundum bemerkenswert. Kristina Michailova etwa verkörperte die pure Anmut als Marie, während Roman Starikov ein faszinierendes Porträt des eleganten Prinzen lieferte. Von Schwermut gezeichnet waren indes Dmitrij Arbuzovs Auftritte als Patenonkel Drosselmeyer, während Sergej Segeeva den Mäusekönig ebenso bedrohlich wie temperamentvoll gestaltete.

Vollkommen gelangen auch die Ensemble- und Gruppentänze, die mit perfekter Darbietung und Dynamik gefielen. Angesichts des begrenzten Platzangebots auf der Stadthallenbühne mussten sie wohlkalkuliert sein. Und dann das Sahnehäubchen des Ballettabends, das Pas de deux des vermeintlichen Hochzeitspaares: Marie und ihr Prinz.

Russisches Klassisches Staatsballett in der Verdener Stadthalle

 © Niemann
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Zu erwähnen ist aber auch die prächtige Ausstattung der Akteure mit farbenfrohen Kostümen, die nicht unwesentlichen Anteil am Charme und Erfolg der Inszenierung hatten. Bedauerlich war eigentlich nur, dass Tschaikowskys wundervolle Komposition vom Band kommen musste, da sich ein mitreisendes, live spielendes Orchester, wohl nicht finanzieren ließe.

Im Publikum saßen neben Ballettkennern und -liebhabern auch auffallend viele Kinder, wie die zwölfjährige Samira und ihre zehn Jahre alte Freundin Juliana. Fasziniert staunten die beiden über die Leichtigkeit, mit der die Profis tanzten. Sprünge, Spitzentänze und Hebefiguren gelangen präzise und immer mit einem Lächeln auf den Lippen

Die Gesamtleistung war allemal hervorragend mit einer durchgehend spürbaren Hingabe des Ensembles. Mehrfach reagierte das Publikum mit Szenenapplaus und auch der herzliche Beifall am Ende mit stürmischen Bravo-Rufen waren nur zu berechtigt.

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