Verdener Lutz Spendig entwirft exklusive Katzenmöbel

Eine sehr komfortable Wohlfühloase

Blickfang und bequem: Designer Lutz Spendig vor einem „KletterLetter“, auf dem es sich die beiden Ragdoll-Katzen Kimba und Finnley bequem gemacht haben.

Verden - Von Markus Wienken. Ein Tier braucht Bewegung. Katzen sowieso, zumal die Vierbeiner ja möglichst lange fit bleiben sollen. So ähnlich dachte der gebürtige Verdener Lutz Spendig.

Selbst großer Fan der Stubentiger, macht er seinen Lieblingen Beine – und plant Möbel, auf denen es sich tierisch gut turnen lässt. Der Doppeleffekt: „Das Tier ist bestens ausgelastet und das eigene Mobiliar wird geschont“, so der Erfinder. Und die Idee sieht auch noch super aus. Was sich herumgesprochen hat: Das Projekt „KletterLetter“ ist für den den German Design Award 2017 nominiert.

Die Ragdoll-Katzen Kimba und Finnley machen es sich bequem. Dürfen sie auch, denn schließlich haben sie eine ausgiebige Turnstunde hinter sich. Ihr Plätzchen haben sie gefunden. Den überdimensionalen Buchstaben „C“. Lutz Spendig lacht: „Eigentlich sind die beiden Kater ja die Auslöser unserer Erfindung“, gibt er zu. Doch der Reihe nach.

Alles hatte Anfang 2014 begonnen. Die beiden Kater waren bei Lutz Spendig und Nadine Böttcher neu eingezogen. Doch das Kater-Gespann langweilte sich in der Wohnung in Düsseldorf. Katzenkratzbaum oder -möbel waren zunächst angedacht, trafen aber nicht den Geschmack der Wohngemeinschaft. „Es sollte halt was Besonderes mit Stil sein“, erinnert sich Spendig.

Also musste der Designer selbst ran und fand die Idee buchstäblich auf der Straße. Ein Bummel durch Düsseldorf, eine Pause vor einem Schaufenster und Spendig & Böttcher standen vor einem dreidimensionalen Deko- Buchstaben. „Warum sowas nicht für Katzen und Menschen entwerfen, als Design-Objekt, aber auch als Katzenkratzbaum geeignet, dachten wir uns“, schildert Spendig.

Es war die Geburtsstunde von „KletterLetter“, Katzenmöbel in Form von Buchstaben oder Zahlen, qualitativ hochwertig verarbeitet, an denen Tier und Mensch ihre Freude haben: Die eine Seite des Elements geschlossen und stilvoll, die andere Seite eine Spielwiese mit Klettergerüst und Ruheraum für Katze und Co..

Geschmack und Qualität haben allerdings ihren Preis: Die designgeschützten „Lettern“ in allen Variationen sind Einzelanfertigungen und werden in Handarbeit hergestellt. Eine „Slim Edition“ gibt es für circa 800 Euro, nach oben sind preislich keine Grenzen gesetzt.

Spendig und Böttcher sind davon überzeugt, dass ihr „Startup“ früher oder später Früchte trägt. Beide kümmern sich mittlerweile hauptberuflich um das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Lutz Spendig, der vorher im Marketing gearbeitet hat, zeichnet für das Design verantwortlich. Als Zwei-Personen-Firma sind die beiden zudem auch für alle anderen Bereiche zuständig. Dazu gehören Internet-Auftritt, Werbung, Kundengespräche und die Auslieferung. Für die Anfertigung der insgesamt 80 Modelle sind ausgewählte Schreinereien mit im Team.

Wer sich ein Modell live anschauen willen, der ist in der Wohnung von Spendig und Böttcher in Pempelfort, Düsseldorf, herzlich willkommen. Die Top-Modells Kimba und Finnley wissen im „Showroom“ sich und vor allem „KletterLetter“ bestens in Szene zu setzen.

Das ambitionierte Teamwork von Mensch und Tier hat sich auf jeden Fall schon herumgesprochen und für weitere Aufgaben empfohlen: „KletterLetter“ wurde für den German Design Award 2017 nominiert. Die Gremien des Rates für Formgebung haben die gesamte Kollektion aufgrund der „herausragenden schöpferischen Leistung“ für den German Design Award 2017 nominiert. „Mit der Nominierung hat das Unternehmen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum anerkannten Hersteller für hochwertige und weltweit einmalige Katzenmöbel genommen“, freut sich Spendig. Im Juli wird nun eine hochkarätig besetzte internationale Fachjury das Projekt genauestens unter die Lupe nehmen. „Wir sind alle vier schon ganz gespannt“, so der Designer.

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