Messe für den Frieden

„Better is Peace!“-Projekt: Auftakt, Aktionstage und Konzerte werden auf 2021 verschoben

Der Verdener Projektgruppe beim Auftakttreffen im Dezember: Eva-Maria Köster (Vision Kirchenmusik), Renate Kracke, Christian Bode, Kay Reinhardt, Sabine Struß, Jan-Hendrik Engelke, Ulf Pankoke (Vision Kirchenmusik), Michael Spöring (hinten, v. l.) Vanessa Galli, Lara Salzer, Ronja Müller, Theodora Wagenknecht und Jelena Precht (vorne). Foto: Domgymnasium
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Der Verdener Projektgruppe beim Auftakttreffen im Dezember: Eva-Maria Köster (Vision Kirchenmusik), Renate Kracke, Christian Bode, Kay Reinhardt, Sabine Struß, Jan-Hendrik Engelke, Ulf Pankoke (Vision Kirchenmusik), Michael Spöring (hinten, v. l.) Vanessa Galli, Lara Salzer, Ronja Müller, Theodora Wagenknecht und Jelena Precht (vorne). 

Landkreis – Heute jährt sich das Kriegsende zum 75. Mal. Das sollte in der St. Laurentius-Kirche zu Achim in der Auftaktveranstaltung des „Better is peace!“-Projektes gewürdigt werden: Geplant waren eine Vernissage mit Kunstwerken, die Oberstufenschüler des Domgymnasiums Verden zu der Friedensmesse „The Armed Man: A Mass for Peace“ von Karl Jenkins angefertigt haben. Auch eine Einführung in das zeitgenössische Werk war geplant. Die Messe selbst sollte am 22. Mai in Achim und am 23. Mai in Verden aufgeführt werden. Doch dann kam mit dem Coronavirus die Vollbremsung für die über 200 Mitwirkenden.

„Wir hatten noch bis Ostern so sehr gehofft, dass das Projekt stattfinden kann, aber Mitte April stand definitiv fest, dass wir das Projekt nicht wie geplant durchführen können“, bedauert Mitorganisatorin Vanessa Galli in einer Mitteilung zum Projekt. Dass es irgendwie und irgendwann verwirklicht wird, ist für die Beteiligten eine Herzensangelegenheit, und so haben die Mitarbeiter der Vision Kirchenmusik bereits zugesagt, das Vorhaben auch weiterhin zu unterstützen und Eva-Maria Köster schreibt: „Jenkins Musik und unsere Botschaft ‚Better is Peace!’ werden auch 2021 noch sehr relevant sein.“ Und jetzt steht auch ein Termin fest, an dem der Schweizer Chor „Laudate“ nach Verden kommen könnte, um mit dem Kammerchor des Domgymnasiums das Werk aufzuführen: Am letzten Februar-Wochenende 2021 soll nun die Friedensmesse zur Aufführung kommen.

Die Geschichte des Projekts begann im Februar 2019. Ein ehemaliger Kammerchorsänger des Domgymnasiums (Abitur 1991) kontaktierte seine ehemalige Chorleiterin Vanessa Galli und fragte an, ob sie sich eine Chorbegegnung mit seinem jetzigen Ensemble, dem Kammerchor „Laudate“ aus Zürich vorstellen könne. Noch vor den Sommerferien hatten die 40 Sängerinnen und Sänger mit den Beteiligten in Verden entschieden, dass die länder- und generationsübergreifende Chorbegegnung Himmelfahrt 2020 stattfinden und Jenkins Werk auf dem Programmzettel stehen soll. Im Herbst begannen die Proben der beiden Chöre.

Ein Zufall ermöglichte dann, dass das Vorhaben auch in die ersten „Weserfestspiele“ der Landeskirche Hannover integriert wurde. Und eine Kammerchorsängerin überzeugte mit ihrer Anregung, Sängern und Zuhörern eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Werk und seiner Thematik zu ermöglichen.

Aus der Idee wurde schließlich das interdisziplinär angelegte Musikvermittlungsprojekt „Better is peace!“, das Eva-Maria Köster und Ulf Pankoke von den Weserfestspielen der Vision Kirchenmusik gemeinsam mit Lehrern und Schülern des Domgymnasiums entwickelten. Seit Februar arbeiten Domgymnasiasten aus elf Kursen der Fächer Musik, Geschichte, Religion, Kunst, Sprache und Literatur an dem fächerübreifenden Projekt und setzen sich ausgehend von Jenkins’ Komposition mit dem Thema „Krieg und Frieden“ auseinander. Die Ergebnisse hätten heute präsentiert werden sollen.

Neben der Auftaktveranstaltung und den Konzertaufführungen waren noch Aktionstage mit einen Singalong und einer Lecture Performance für den Frieden, eine Matinée mit Musik und Texten, eine Postkartenaktion, Moscheeführungen und weitere Aktionen in Verden und Achim geplant. Jetzt sind sie für das erste abgesagt.

Stattdessen laufen mittlerweile wieder Anfragen an Orchester, Solisten, Veranstaltungsorte, Förderer und andere für das nächste Jahr. Auch die Projektgruppe überlegt, inwiefern das Projekt modifiziert werden sollte, da einige Schüler und Schülerinnen dann bereits nicht mehr am Domgymnasium sein werden und sich die Klassen und Kurse im neuen Schuljahr teilweise ändern. Die Geschichte geht also weiter.

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