Verdener Kreisverband verabschiedet verdiente Mitarbeiter in Rente

„Das DRK ist eine Lebenseinstellung“

Feierliche Verabschiedung: Oliver Rautenberg, Hermann Bösche, Peter Rautenberg und Dirk Westermann (v.l.). Foto: DRK

Landkreis – „Ich empfinde es als großes Lob an den DRK-Kreisverband Verden und an alle bei ihm arbeitenden Menschen, dass wir kaum einen Mitarbeiter in den echten Ruhestand entlassen. Wenn die Zeit naht, dass man sich über den Übergang in die Rente unterhält, sind das meist sehr emotionale Gespräche“, berichtete Geschäftsführer Dirk Westermann. Sie würden erst lockerer, wenn der Punkt ,Nicht ohne mein DRK’ besprochen sei, und geklärt, dass der Mitarbeiter auch im Ruhestand dem Kreisverband treu bleiben darf. „Natürlich entsprechen wir diesem Wunsch jeweils, weil wir damit absolute Identifikation mit dem DRK, viel Erfahrung und großartige Menschen in unseren Reihen halten. Das gilt auch für Peter Rautenberg und Hermann Bösche“, so Westermann bei der Verabschiedung der beiden.

„Ich sehe der Rente mit Freude entgegen. Es findet nur eine Verschiebung der Schwerpunkte statt. In Zukunft ist meine großartige Familie wichtig und die Arbeit etwas, wo ich mich immer freue, wenn ich dort sein darf“, so Hermann Bösche. „Das DRK ist nicht nur einfach ein Arbeitgeber, sondern eine Lebenseinstellung. Das liegt sicherlich an der sozialen Arbeit. Dafür sind Mitarbeiter mit hoher Sozialkompetenz erforderlich. Genau dies sorgt meiner Meinung nach für eine besondere Atmosphäre, die man nicht aufgeben möchte“, stimmte Rautenberg ihm zu.

Der angehende Ruheständler war 40 Jahre beim Kreisverband und hat in Achim und Ottersberg im Rettungsdienst gearbeitet. Motivation war für ihn, dass das Ungewisse den Tag bestimmte. „Wenn man denkt, dass man in 40 Jahren Rettungsdienst alles erlebt hat, belehrt einen die Realität immer wieder eines Besseren“, sagte Rautenberg. Dem DRK bleibt er als Aushilfe im Rettungsdienst erhalten. Privat hat vorerst sein Hobby Priorität, das Angeln in der dänischen Südsee.

Hermann Bösche arbeitete fast 14 Jahre beim Kreisverband. Er begann als Hausmeister in der Jugendfreizeitstätte Clüverswerder. „Dort war ich Hans Dampf in allen Gassen. Ich war der etwas andere Hausmeister. Mich konnte nichts aus der Ruhe bringen. Hauptsache war, dass die Kinder Spaß haben“, so der Veteran.

Nach zehn Jahren wurde die Freizeitstätte geschlossen und Bösche wechselte ins Facility Management nach Verden. Er baute das Zentrallager für die Rettungswachen auf und war für die Logistik verantwortlich. Im Ruhestand möchte er sich beim DRK im Rückholdienst und für die Verpflegung in der Schnelleinsatzgruppe (SEG) engagieren. Bösche freut sich auch darauf, sich mehr mit seinen beiden Enkelkindern beschäftigen zu können. „Familie steht bei mir über allem. Das ist auch gleichzeitig mein einziges Hobby“, so Hermann Bösche.

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