Elke Bormann arbeitet als Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer

Eine Kümmerin für die Kümmerer

Die Koordinatorin für die Ehrenamtlichkeit in der Flüchtlingsarbeit , Elke Bormann, und Superintendentin des Kirchenkreises Verden, Elke Schölper (v.l.). - Foto: Schumacher

Verden - Die Flüchtlingslage im Landkreis hat sich zugespitzt – mehr Asylsuchende, mehr ehrenamtliche Helfer und immer weniger Überblick. Elke Bormann will den vielen Freiwilligen im Landkreis Verden als Koordinatorin in der Flüchtlingsarbeit und Ansprechpartnerin zur Seite stehen. Die Stelle wurde zum 1. April komplett neu geschaffen und ist ein gemeinsames Projekt vom Verdener Kirchenkreis, dem Diakonischen Werk, Landkreis sowie der Caritas.

Elke Bormann wird sich künftig mit der Kernfrage beschäftigen, welche Unterstützung und Förderung die Ehrenamtlichen im Kreisgebiet benötigen. Um das herauszufinden, wird sich die Koordinatorin in der nächsten Zeit einen Überblick verschaffen, Gemeinden besuchen, erste Strukturen aufbauen und eine Bestandsaufnahme der Lage machen. Denn momentan könne niemand so genau sagen, wie viele Ehrenamtliche wo und in welchen Bereichen überhaupt tätig seien, so Bormann. Eine Umfrage Anfang Juni unter den Ehrenamtlichen soll erste Ergebnisse liefern, um dann spätestens nach den Sommerferien konkrete Schritte zu planen, an welchen Stellen Hilfebedarf ist und wo Stolpersteine liegen.

Superintendentin Elke Schölper bezeichnet Elke Bormann als „Kümmerin der Kümmerer“ – jemand, der den vielen Helfern etwas zurückgibt, ihre Arbeit erleichtert und diese besser strukturiert. Dabei gebe es aber weder einen Masterplan noch ein Vorbild, wie das Ganze realisiert werden soll: Bormann sowie Schölper betonen im Pressegespräch, dass die Projektstelle und die damit verbundenen Aufgaben noch in den Kinderschuhen stecken und sich erst mit der Zeit richtig entwickeln können.

Seitens der Ehrenamtlichen habe es aber bereits mehrere Anfragen zu Problematiken mit Flüchtlingen gegeben, zum Beispiel wie der bürokratische Weg abläuft, wenn Asylsuchende ihre Kinder für die Schule anmelden wollen oder einen Krankenschein benötigen. Die Angebotspalette der Ehrenamtskoordination beinhaltet ferner auch Projektentwicklungen, Schulungen und Informationsveranstaltungen, orientiert an den Bedarfen der Freiwilligen

Elke Bormann bringt ein breites Spektrum an Erfahrungen in das Projekt ein. Sie selbst beschreibt sich als Patchworkerin und Gestalterin. „Lernen gehört zu meinem Lebenselixier“, sagt sie. Ihre beruflichen Wurzeln basieren auf sozialpädagogischen Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe. Auch in der Medienbranche war sie für Film und Fernsehen in Produktion, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit engagiert.

Die Koordiatorin ist im Dianischen Werk des Kirchenkreises per Telefon unter 04231/6773334 oder per E-Mail an elke.bormann@evlka.de zu erreichen.

mas

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