Eine Frau und eine Gitarre

Karen Dahlstrom begeistert im Kult

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Singer-Songwriterin Karen Dahlstrom aus Brooklyn war am Freitagabend zu Gast im Kult.

Verden - Von Antje Haubrock-Kriedel. Dieses Mal war es ein etwas anderer Clubabend, zu dem der Verein Verdener Jazz- und Bluestage für Freitag ins Kult eingeladen hatte. Es ging ruhiger zu, denn auf der Bühne stand keine Band, sondern eine Frau, allein mit ihrer Gitarre.

Karen Dahlstrom ist eine amerikanische Singer-Songwriterin aus Brooklyn, New York, die ihre Songs in diesem Jahr erstmals einem europäischen Publikum vorstellt.

Dahlstroms Lieder sind stark von frühen amerikanischen Folk-, Country- und Blues-Styles beeinflusst. Die dunkle, intensive und manchmal auch melancholische Stimme ist das Markenzeichen der Sängerin. Dahlstrom begleitet sich ausschließlich selber auf ihrer Gitarre. Mehr ist auch gar nicht nötig, um die schnörkellosen Songs wirken zu lassen.

Songs aus der EP „Gem State“

Die Gäste im recht gut besuchten Kult ließen sich von der Sängerin sofort in den Bann ziehen. Schon bei den ersten leisen Tönen verstummten die Gespräche. „Sie klingt genau wie Joan Baez vor 35 Jahren“, war aus dem Publikum zu hören.

Dahlstrom ist kein Neuling im Musikgeschäft. Seit 2008 ist sie Mitglied der gefeierten Alt-Folk-Gruppe „Bobtown“. Für ihr Songwriting wurde sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Beim Konzert im Kult trug Dahlstrom ältere und neuere Songs vor, darunter Stücke aus der EP „Gem State“, ihrem ersten Soloalbum. Auch Coverversionen gehören zu ihrem Repertoire. Die Songs auf „Gem State“ sind autobiographisch geprägt, inspiriert von ihrer Erziehung im Bundesstaat Idaho.

Dahlstrom steht für eine leichte Melancholie

Charakteristisch für Dahlstrom ist die leichte Melancholie, mit der sie viele ihrer Songs vorträgt. Ein beeindruckendes Beispiel ist „Streets of Pocatello“ vom aktuellen Album. Hier lässt sie, ganz ohne Gitarre, nur ihre starke Stimme in ihrer ganzen Kraft wirken. Das Publikum applaudierte begeistert. Aber auch weniger düstere, melodischere Stücke gehören zum Repertoire der Singer-Songwriterin. Einige sind geprägt vom für die Country-Musik typischen Bluegrass-Stil, wie zum Beispiel „The Minor's Bride“, ebenfalls von der aktuellen EP. Auch „Waiting for you“ und „No more Time“ kamen bei den Zuhörern sehr gut an.

Als schönen Abschluss spielte Dahlstrom den Whitney-Houston- Klassiker „I Wanna Dance with Somebody“ – langsamer und auf ihre eigene Art und Weise.

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