Die ersten Teile für die Anlagen im Windpark Kreepen sind gut angekommen

Ein Windrad rollt durch Walle

Kein Ende in Sicht: drei sehr lange Einzelteile für den Turm eines Windrades auf dem 22 Kilometer langen Weg nach Kreepen.
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Kein Ende in Sicht: drei sehr lange Einzelteile für den Turm eines Windrades auf dem 22 Kilometer langen Weg nach Kreepen.

Verden-Walle – Wenn Riesen reisen: Wie geplant, rollten in der Nacht zu Mittwoch, gegen halb zwei, die drei ersten großen Teile des neuen Windparks in Kreepen über die Abfahrt Verden-Nord von der A 27. Die Kräfte der Hilfspolizei, die zur Transportbegleitfirma SLT gehörten, sperrten gewissenhaft die Bundesstraße 215, damit die drei riesigen Tieflader vorsichtig die Autobahn verlassen konnten. Daher war eine Durchfahrt in Richtung Verden für eine relativ kurze Zeitspanne nicht möglich.

Zweieinhalb Stunden später konnte SLT-Mitarbeiter Alexander Brinkmann die sichere Ankunft auf der Baustelle in Kreepen vermelden. Um vier Uhr morgens war also nach 22 Kilometern Bugsierfahrt auf der Landstraße Feierabend für das Team der ein Dutzend Fachleute für Schwertransporte. Sie starteten in Cuxhaven, fuhren über Verden-Walle und Westerwalsede zum Standort unweit der Kreisgrenze. Die Route über den Landkreis Rotenburg war wegen der wenigen Ortsdurchfahrten wesentlich einfacher zu bewältigen.

Nachdem der Tross sich bei der Autobahnabfahrt mit den Lastwagen der XXL-Klasse in einer langen Schlange aufgestellt hatte, ging es relativ flott auf der B 215 durch Walle, wo die fünf Begleitfahrzeuge die Zufahrten der Nebenstraßen blockierten, falls doch einmal ein nächtlicher Heimkehrer den Ungetümen der Landstraße in die Quere gekommen wäre. Denn bei der Überbreite war ein Überholen unmöglich. Daher ging es bei den nagelneuen Verkehrsinseln der Waller Ortsdurchfahrt für einige Meter nur im Schritttempo voran. „Wenn wir kommen, wird es meistens etwas eng an vielen Stellen“, so Brinkmann. Mit seinem bunt beleuchteten Kleinbus bildete er quasi die Nachhut des Konvois. An neuralgischen Punkten musste er auch die Warnschilder wieder aufstellen. So war der Spuk zur Geisterstunde zumindest für die Allerstadt relativ schnell ohne Zwischenfälle wieder vorbei.

Bei Westerwalsede ging es nach einem Rückwärtsmanöver runter von der Bundesstraße und über einen mit Stahlplatten ausgelegten Verkehrskreisel in Westerwalsede durch Süderwalsede zum Zielort. Die Fachleute des Spezialfrachters waren sichtlich erleichtert, dass die Planungen für den ersten Transport auf dieser genehmigten Strecke so gut realisiert werden konnten. Damit sind die drei größten Teile für den Turm des ersten Windrades angekommen.

In den nächsten drei Wochen, bis Mitte August, sollen die restlichen der insgesamt 45 Fahrzeuge mit allen Bestandteilen der drei Windräder folgen. Die längsten Teile werden zum Schluss die Flügel der Windräder mit 149 Metern Nabenhöhe sein.  lee

Und tschüs! Nach wenigen Minuten hatte der Konvoi mit fünf Begleitfahrzeugen Walle wieder in Richtung Westerwalsede verlassen.

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