„Ein Ritt mit Disziplin und Freude“

Hubertusjagd zieht auch in der Stadt die Blicke auf sich

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Hubertusjagd zieht auch in vor dem verdener die Blicke auf sich.

Verden - Einmal mehr ist Verden bei der Hubertusjagd hinter der Niedersachsenmeute seinem weithin bekannten Ruf als Reiterstadt gerecht geworden. Bei idealem Jagdwetter fanden sich am Samstag mehr als 40 Reiter auf dem Platz vor dem Pferdemuseum ein, die damit der Einladung des Verdener Schleppjagd Reitvereins (VSJRV) sowie des Reitvereins Aller-Weser gefolgt waren.

Eingeladen waren die Jagdreiter und Helfer dieser Veranstaltung zum jetzt schon traditionellen französischen Frühstück beim Stelldichein, das von auch aus größerer Entfernung angereisten Teilnehmern sehr gut angenommen wurde. Runde um Runde ritten die Jagdreiter auf dem freien Platz vor dem E-Center, Stadthalle und Pferdemuseum mit dem Denkmal des legendären Trakehner-Hengsts Tempelhüter, bis der Jagdherr Niklas Kutzer in seiner Begrüßung das Zeichen zum Aufbruch gab.

Der folgende traditionelle Ritt durch die Innenstadt bot den Reitern ein besonderes Flair zum Beginn der Jagd. In einem kurzen Abstecher ritt die Jagdgesellschaft von der Herrlichkeit nach rechts in Richtung Rathaus, um von dort über den Bauernmarkt und die Brückstraße die Allerwiesen zu erreichen. Hier sammelten sich die Jagdreiter und folgten der Niedersachsenmeute, die ihrerseits schnell die Witterung der von den Schleppjägern gelegten Anisspur aufnahm.

Aufgeteilt in drei Felder, die von erfahrenen Jagdreitern geführt wurden, setzten sich die Teilnehmer in Bewegung. Das erste springende Feld überwand dabei alle jagdgerechten natürlichen Hindernisse, ein zweites springendes Feld absolvierte deutlich weniger Hürden. Die für das nicht springende Feld gemeldeten Jagdreiter verfolgten wie auch zahlreiche Schaulustige die Arbeit der Hunde und der springenden Felder.

15 Kilometer lange Jagdstrecke

Die etwa 15 Kilometer lange Jagdstrecke führte bis in die Gemarkung Ahnebergen und von dort aus zurück auf eine Wiese in der Nähe des Ritterguts Hönisch. Hier hatten sich ebenfalls schnell viele Zuschauer eingefunden, die den Ablauf des traditionellen Halali zum Abschluss der Jagd beobachteten.

Den Teilnehmern wurde der Eichenbruch überreicht und die Hundemeute wartete schon etwas aufgeregt auf das „Curree“. Auch hier gab es die musikalische Begleitung durch die Parforcehornbläsergruppe „bien aller“, die bereits beim Stelldichein und während der Jagd zu hören war. „Die sehr gut präparierte Jagdstrecke, die dank vieler fleißiger Helfern in Schuss gehalten wurde, das ideale Jagdwetter und das bestens vorgefundene Geläuf sorgten neben der guten Stimmung im Jagdfeld dafür, dass gut und diszipliniert mit Freude geritten wurde“, sagte die Vorsitzende des VSJRV, Sabine Behrendt. Ein großer Dank gelte den Grundstückseigentümern, die mit ihrer Zustimmung diese Jagd erst möglich machten. Der Master der Niedersachsenmeute, Leonard von Schultzendorff, habe das erste Mal die Hunde hier in Verden geführt, auch souverän während der gesamten Jagd.

Hubertusjagd in Verden

Die Jagdkritik habe bei der Kaffeetafel im Niedersachsenhof eine „junge Dame aus Oldenburg namens Isabel Schmidt“ gehalten, ergänzte Behrendt. Sie sei voll des Lobes für diese schöne Jagd und für die gute Streckenführung gewesen. Trotz leichter Stürze hätten Doktor Peter Ahrens und das Rote Kreuz nicht viel zu tun gehabt und auch die Mitarbeiterin aus der Tierarztpraxis Doktor Böhmer sei nicht zum Einsatz gekommen. 

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