Reinhild Lüder-Scholvin verabschiedet

Abschied von Regionaldiakonin: Ende eines bunten Berufslebens

Sieben Frauen und Männer stehen zusammen und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund ist ein Kreuz zu erahnen.
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Der Rotschopf ist so etwas wie ihr Markenzeichen: Reinhild Lüder-Scholvin mit Ehemann Jörn und Tochter Neele Scholvin, umgeben von Wegbegleitern (v.l.): Diakonin Claudia Clasen, Superintendent Fulko Steinhausen, Kreisjugendpastor Arnd Seiferth und Pastor Holger Hermann.

„Ich bin bei dir“, „Du Licht des Morgens“, „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und „Jesu, geh’ voran“, es war ein besonders musikalischer Gottesdienst, der am Sonntagmorgen im Gemeinde- und Begegnungszentrum am Plattenberg gefeiert wurde. Und das aus gutem Grund.

Verden – Bereits seit November vergangenen Jahres im Ruhestand, konnte Regionaldiakonin Reinhild Lüder-Scholvin nun endlich vom Kirchenkreis verabschiedet werden. Offiziell und gebührend. Und dazu gehört in einem Gottesdienst nun mal der Gesang.

Für die Wortbeiträge waren an diesem Morgen Pastor Holger Hermann und Fulko Steinhausen zuständig. Der Superintendent hatte sich, auf der Suche nach dem roten Faden im Leben der Hauptperson, des Tauf- und Konfirmationsspruchs von Reinhild Lüder-Scholvin angenommen. „Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun“, zitierte er aus dem 1. Thessalonicherbrief und verwob die Worte mit dem Werdegang der Diakonin.

Treu im Glauben beschritt Reinhild Lüder-Scholvin ihren beruflichen Weg. Berufen in ihrem Tun und im Vertrauen auf das Wirken Gottes. „Manches habe ich blauäugig begonnen oder es ist einfach passiert. Und im Nachhinein habe ich festgestellt: Es macht Sinn“, erinnerte sich Steinhausen an einen Ausspruch von Reinhild Lüder-Scholvin.

Ihr Weg führte die gebürtige Berlinerin nach der Einsegnung als Diakonin im Evangelischen Johannesstift in Berlin in den Schwarzwald und an den Rhein, später ins brandenburgische Fürstenwalde und schließlich – der Lieben wegen – in den Landkreis Verden. „Wie bunt dein Lebensweg ist“, stellte Steinhausen fest. „Genauso passt es, weil du so bunt bist.“

Damit meinte der Superintendent auch die vielen unterschiedlichen Tätigkeiten Lüder-Scholvins. So arbeitete die 65-Jährige mit sozial- und milieugeschädigten jungen Männer, war als Seelsorgerin für Kurgäste zuständig, betreute Internatsschüler, erteilte Religionsunterricht, war stellvertretende Leiterin eines Heimes für geistig Behinderte und predigte auch in sonntäglichen Gottesdiensten.

Die vergangenen elf Jahre war sie als Diakonin in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit in der Region Verden tätig. Die damit verbundene Abwechslung habe sie geliebt, sagte sie gestern. Auch die Freiheit, vieles ausprobieren zu können, habe ihr gut gefallen. Aber – typisch Reinhild Lüder-Scholvin – sie hätte gerne mehr bewegt, sich mehr Mitakteure und auch besseres Zusammenspiel der evangelischen Gemeinden gewünscht.  

Von Katrin Preuß

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