Draußen sitzen und genießen / Schattige Plätze in der Stadt an heißen Tagen begehrt

Ein bisschen wie im Süden

Er vermochte alles verschwinden zu lassen, außer die Hitze: „Friedrich der Zauberer“ vollführte seine Kunststücke auf dem Rathausplatz bei brütenden Temperaturen. Nicht überraschend also, dass sich die Zuschauerzahlen in Grenzen hielten.
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Er vermochte alles verschwinden zu lassen, außer die Hitze: „Friedrich der Zauberer“ vollführte seine Kunststücke auf dem Rathausplatz bei brütenden Temperaturen. Nicht überraschend also, dass sich die Zuschauerzahlen in Grenzen hielten.

Verden – Lange zeigte sich der Sommer in diesem Jahr eher verhalten. Nun ist er da, und das mit Macht. Die Menschen schwitzen bei Temperaturen über 30 Grad. Die Lust der Verdener, über die Fußgängerzone zu flanieren, hielt sich am Sonnabend dann auch in Grenzen, in der prallen Sonne war es einfach zu heiß. Um so begehrter waren die schattigen Plätze der Außengastronomie. Unter dem Sonnenschirm ließ man sich ganz entspannt gern ein kühles Getränk oder ein Eis schmecken.

Keinen leichten Job hatte „Friedrich der Zauberer“ aus Bremen, der im Rahmen des „Festivals Aller Kultur“ um die Mittagszeit auf dem Podest in der Fußgängerzone seine Tricks vorführte. Trotz der Hitze ließ er es sich nicht nehmen, im schwarzen Anzug aufzutreten. Der Zauberer gab alles und verblüffte sein Publikum, indem er zum Beispiel mit Tüchern, Karten, Seilen oder Ringen allerhand Kunststücke vorführte. Auch um einen lockeren Spruch war er nie verlegen. Die Zahl der Zuschauer hielt sich allerdings in Grenzen. Kein Wunder, denn die Stühle standen in der prallen Sonne. „Es war einfach zu warm, mehrere Zuschauer sind während der Vorstellung an den Rand in den Schatten gegangen. Aber die Kinder hatten trotzdem ihren Spaß“, erzählt Stadthallen-Mitarbeiterin Andrea Päffgen.

Auch Stadtführer Hanns-Conrad Armbrecht ließ sich von den schweißtreibenden Temperaturen nicht abhalten, seine Schäfchen für den Rundgang durch die historische Verdener Altstadt zu sammeln. „Nach der Coronapause läuft es jetzt wieder an. Auch die Reisebusse kommen wieder“, berichtet er zufrieden.

Das Ehepaar Monika und Willy Nordhausen genießt den Sommertag in Verden auf einer Bank im Schatten. „Wegen Corona fahren wir in diesem Jahr nicht in den Urlaub. Stattdessen essen wir auf unserer schönen Terrasse. Wir sind auch oft in der Stadt und treffen uns mit Freunden auf einen Kaffee in der Fußgängerzone“, erzählt Monika Nordhausen. Von der Atmosphäre in der Allerstadt ist das Ehepaar begeistert. „Wir sind einfach froh, herauszukommen und andere Leute zu treffen“, so Monika Nordhausen. Die Eheleute wünschen sich in Verden noch mehr Plätze in der Außengastronomie.

Begehrt sind an heißen Tagen die Plätze in den Eiscafés. Christa Doebler sitzt hier mit ihrem Enkel Hans Hannes. Beide bescheinigen ihrer Heimatstadt ebenfalls eine schöne Atmosphäre. „Es ist ein bisschen was los, man sieht mehr als auf dem Land. Es macht Spaß, hier zu sitzen und die Leute zu beobachten“, so der junge Mann. „Die Menschen sind hier gut drauf, es ist ein bisschen wie im Süden. Gut ist, dass die Coronaregeln trotzdem eingehalten werden“, findet Christa Doebler. ahk

Die Plätze im Eiscafé sind bei schönem Wetter begehrt. Auch Christa und Hans Hannes Doebler (v.l.) sitzen hier gern.

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