Restprogramm kommt durchaus an

Mini-Weihnachtsmarkt in Verden: „Ein bisschen klein, aber besser als gar nicht“

Eine Frau und ein Mann lächeln in die Kamera, im Hintergrund eine Glühweinbude.
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„Unter diesen Umständen das Beste draus gemacht“: Frauke Müller und Ehemann Andreas bei einem Becher Glühwein.

Viel ist nicht geblieben vom Weihnachtsmarkt auf dem Verdener Rathausplatz. Am Dienstag bauten die meisten Marktbeschicker ihre Buden ab. Durch die auf dem Gelände geltende 2G-plus-Regel lohnte sich das Geschäft einfach nicht mehr. So ganz verschwunden ist das vorweihnachtliche Flair dann aber doch nicht.

Verden – Eine Bratwurstbude, ein Glühweinausschank und ein Stand mit süßen Leckereien sind geblieben. Nicht viel, dennoch sind die meisten Verdener und auch die auswärtigen Gäste froh, dass es überhaupt etwas gibt.

Sechsjähriger wäre gern Karussell gefahren

„Ein bisschen klein, aber besser klein als gar nichts“, findet auch Marcel aus Hoya. Er steht gemeinsam mit seiner Ehefrau und Sohn Linus (6) an einem der Bistrotische. Vor den dreien stehen Becher mit dampfenden Getränken. Linus freut sich zwar über seine heiße Schokolade, der Sechsjährige findet es aber schade, dass es kein Karussell mehr gibt.

Bei den drei jungen Leuten Thea, David und Cilli ist die Stimmung ebenfalls gut. Sie haben eine recht weite Anreise hinter sich, sie wohnen in München, Köln und Berlin. Nach Verden sind sie gekommen, um an einem Seminar im Ökozentrum teilzunehmen. Die kleine Auszeit bei einem Becher Glühwein kommt da gerade recht. „Auch wenn es klein ist, ist es hier sehr nett“, findet die Kölnerin Thea. „Wir genießen hier unseren Punsch, es ist richtig gemütlich“, stimmt auch auch David aus Berlin zu. „Bei uns in München wurde alles abgesagt, schön, dass es hier wenigstens noch etwas gibt“, ergänzt Cilli.

Montag kommen die Bändchen

Auch Frauke Müller und Ehemann Andreas aus Verden nutzen die Gelegenheit, ihren Einkaufsbummel bei einem Becher Glühwein zu unterbrechen. „Unter diesen Umständen hat man das Beste draus gemacht. Mehr geht eben nicht, das ist wenigstens ein bisschen Weihnachtsmarkt“, sagt Andreas Müller. Seine Frau fühlt vor allem mit den Schaustellern, die den Weihnachtsmarkt vorzeitig verlassen mussten.

Dadurch, dass die Stände nun in so großem Abstand stehen, reicht jetzt die 2G-Regel aus, ein zusätzlicher Test ist nicht mehr nötig, wenn man etwas verzehren möchte.

Noch einfacher wird es, wenn ab Montag die roten Bändchen zum Einsatz kommen. Diese werden in vielen Einzelhandelsgeschäften in der Innenstadt ausgegeben, sofern man seinen Impf- oder Genesenenstatus belegt hat. Auch für den Verzehr von Glühwein, Bratwurst und Co erweisen sich die roten Bändchen dann als nützlich. Frauke Müller findet diese Aktion des Kaufmännischen Vereins und der Stadt Verden eine tolle Idee. „Es sollte so den Menschen einfach wie möglich gemacht werden, einkaufen zu gehen“, sagt sie.

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