Ritter Rost Magic Park unterstützt Bremer Schausteller / Nackensteaks im Roggenbrötchen

Ein bisschen Freipaak in Verden

Überall im Park wird immer wieder auf die geltenden Corona-Regeln hingewiesen. Trotz der aktuellen Corona-Lage verzeichnet er hohe Besucherzahlen, was sich Lampe mit dem veränderten Urlaubsverhalten erklärt.
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Überall im Park wird immer wieder auf die geltenden Corona-Regeln hingewiesen. Trotz der aktuellen Corona-Lage verzeichnet er hohe Besucherzahlen, was sich Lampe mit dem veränderten Urlaubsverhalten erklärt.

Verden – Die Enttäuschung war groß, als am vergangenen Mittwoch binnen Minuten der Bremer Freipaak aufgrund der stark steigenden Corona-Fallzahlen geräumt und bis auf Weiteres geschlossen wurde. Zu dem Zeitpunkt befanden sich circa 200 Besucher auf dem Gelände, die Schausteller hatten ihre Buden geöffnet, boten den Gästen Snacks, Spaß und Spiel.

So auch Christian Uhse: An seinem Stand gab es Nackensteaks im Roggenbrötchen mit wahlweise Krautsalat oder Tsatsiki. Damit dem Bremer nicht irgendwann zwischendurch Fladen oder Fleisch ausgeht, hat er sich natürlich eingedeckt – und das reichlich. Schließlich war der Freipaak eigentlich für vier Wochen angesetzt. Doch wohin jetzt mit den Vorräten? Zwar haben die Schausteller gegen den Beschluss des Gesundheitsamtes Klage eingereicht, damit sie wieder öffnen dürfen, doch eine Entscheidung ist noch nicht in Sicht. Doch für Uhse gibt es einen Lichtblick: Anstatt sich bis Weihnachten von Steak allein ernähren zu müssen, hat ihm der Ritter Rost Magic Park Verden, oder eher dessen Geschäftsführer, Bastian Lampe, kurzerhand einen Teil seiner Ware abgekauft, die jetzt als Special im Schlemmerland angeboten wird.

„Christian ist ein guter Freund von mir und als wir vor Kurzem miteinander gequatscht haben, kamen wir auf das Thema Freipaak zu sprechen“, berichtet Lampe in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Daraufhin habe er sich entschieden, die Bremer Freimarktspezialität kurzerhand in das Menü des Parks aufzunehmen. „Testweise haben wir am Anfang, vor etwa einer Woche, 100 Portionen bei ihm bestellt. Die sind aber schon längst weg“, erläutert Lampe lachend. Nachschub sei unterwegs – solange der Vorrat reicht, versteht sich. „Wahrscheinlich reden wir aber von tausenden Portionen, die Christian eingelagert hat.“ Lampe betont, dass es sich bei dem Angebot um einen Testlauf handelt. „Wenn es gut läuft, kann man darüber nachdenken, es beispielsweise saisonal in den Speiseplan zu übernehmen, allerdings würde ich das natürlich mit Christian abstimmen.“ Schließlich wolle man sich ja nicht gegenseitig Konkurrenz machen, sondern einander in diesen schwierigen Zeiten helfen.

Die Freimarktspezialität komme laut Lampe sehr gut bei einer Vielzahl der Gäste des Magic Parks an. „Es sind sogar schon Leute extra für das Angebot zu uns gekommen. Schmeckt ja auch!“ Pläne, noch weitere Speisen oder Vergnügungsangebote, die nun stillgelegt im geschlossenen Freipaak stehen, in den Park aufzunehmen, gebe es trotzdem nicht. „Es kamen zwar sogar Anfragen rein, auch von Karussell-Besitzern, ob sie ihre Attraktion nicht bei uns aufbauen könnten, aber die habe ich abgelehnt“, so Lampe. Er wolle den Park und dessen Kapazitäten nicht überfordern: „Wenn man zu viel macht, kann das auch auf lange Sicht nach hinten losgehen.“

Generell gesehen gehe es dem Ritter Rost Magic Park Verden laut Christian Lampe sehr gut. „Es rennt. Wir bewegen und reißen aktuell eine ganze Menge hier.“ Dazu gehöre beispielsweise das vor Kurzem eingeführte „Quicklunch-Ticket“, „das bereits sehr gut angenommen wird, auch im Zusammenhang mit den Freimarkt-Burger“, berichtet Lampe. Das Prinzip funktioniere folgendermaßen: „Im Grunde bekommt man freien Eintritt in den Park für einen begrenzten Zeitraum, sofern man für mindestens fünf Euro etwas an irgendeinem Imbiss oder im Restaurant verzehrt. An der Kasse wird ein Pfand abgegeben und die Eintrittszeit aufgeschrieben. Erreicht man den Mindestumsatz, gibt es einen Stempel, den man beim Verlassen des Parks vorzeigt, wo dann auch kontrolliert wird, ob man das Zeitfenster von 45 Minuten nicht überschritten hat und dann seinen Pfand wiederbekommt.“ Wer das Ticket testen möchte, hat dafür noch bis Sonntag, 25. Oktober, Zeit, denn so lange hat der Park noch geöffnet.

Nach der Schließung hält Lampe aber noch ein Highlight für alle Magie- und Zauber-Interessierten parat: „Wir werden am 30. und 31. Oktober lange Märchennächte veranstalten. Dann wird es ein Schnitzel- und Hähnchenbuffett satt geben, eine Fabulus-Show sowie einen geführten Rundgang durch den nächtlichen Märchenwald mit einer abschließenden Achterbahnfahrt im Dunkeln. Bleibt zu hoffen, dass es so weiterläuft, wir nachhaltig etwas für die Zukunft des Parks tun können und das Coronavirus uns keinen Strich durch die Rechnung macht“, so Lampe abschließend.

Weitere Informationen

unter www.ritterrost-magicpark.de.

Von Lisa Hustedt

Christian Lampe, Geschäftsführer des Parks, mit einem der beliebten Nackensteaks im Roggenbrötchen.

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