Ehemaliger GaW-Abiturient leitet AG für Imagefilm / Schon über 1600 Mal angeklickt

Charakteristisches aus dem Schulleben

+
Für die Mitarbeit beim Filmprojekt gab es ein Zertifikat. Schulleiterin Petra Sehrt mit Jan Kappelmann, Vanessa Gross, Felix Herrmann und Uwe Spannhake (v.l.).

Verden - Seit ungefähr einer Woche wirbt das Gymnasium am Wall auf seiner Homepage mit einem Image-Film. Der knapp dreieinhalb Minuten lange Clip unterscheidet sich von anderen seiner Art, denn er kommt ohne Worte aus. In schnellen Schnitten wird Charakteristisches aus dem Schulleben gezeigt: Lehrer und Schüler beim Unterricht im Klassenzimmer sowie beim Sport oder bei Musik im Fachraum. Die Kamera begleitet die Protagonisten in die Bibliothek, zu den Arbeitsgemeinschaften und auch zum Mittagessen in die Mensa.

Zu verdanken ist dieser Film dem ehemaligen Schüler Jan Kappelmann. 2011 machte er am GaW Abitur und studierte dann Medienkommunikation in Würzburg. Für ein Filmprojekt kam er an seine alte Schule zurück und drehte einige Szenen in der Aula. „Als Dankeschön wollte ich einige Fotos von der Schule machen“, erzählt Kappelmann. Da sich aber Schulleiterin Petra Sehrt schon länger einen Imagefilm wünschte, entstand die Idee für das Projekt. Uwe Spannhake, stellvertretender Schulleiter, hatte schließlich den Gedanken, aus diesem Projekt eine AG zu machen und stellte Jan Kappelmann für ein halbes Jahr an.

„Ich habe dann mit Schülern zusammengearbeitet, die künstlerisch begabt sind und auch schon Vorwissen hatten“, berichtet Kappelmann. Zur AG gehörten Vanessa Gross, Felix Herrmann und Wladislaw Miller. Zunächst habe er den Schülern die wichtigsten Basics, theoretisches Wissen und praxisbezogene Kameragrundlagen vermittelt, so Kappelmann. Um erst einmal in die Materie reinzukommen, habe man auch Interviews in der Stadt geführt. Felix: „Das war wirklich hilfreich, um die Scheu vor der Kamera zu verlieren.“

Während Wladislaw der Techniker im Team war, sind Vanessa und Felix die beiden Protagonisten im Film. Vanessa ist hier die Identifikationsfigur, sozusagen der rote Faden. Ihr folgen die Zuschauer durch die Schule. „Wir haben jeden Dreh grob geplant, im Unterricht mitgefilmt, vieles hat sich so ergeben. Die Verbindungsstücke mit Vanessa waren allerdings vorher genau durchgeplant“, erklärt Kappelmann. Vieles wurde auch mehrmals gefilmt. „Wir haben uns dann gemeinsam die Kamera-Takes angeschaut und darüber diskutiert, welches die beste Lösung ist.“ Er habe sich bemüht, das Konzept so elegant wie möglich umzusetzen. Heißt in diesem Falle für ihn: kein Sprecher aus dem Off und keine Texteinblendungen. „Ich habe mir andere Filme angeschaut und überlegt, was man besser machen kann. Viele Filme waren einfach nur ermüdend.“

Die Produktion des Films hat vier Monate bei neun Drehtagen gedauert. Das ist viel Arbeit für einen dreieinhalb minütigen Clip. „Aber Spaß hat es gemacht“, ist sich das Team einig. Auch die Reaktion auf den Film ist durchweg positiv. „Gleich nach der Veröffentlichung hat er sich im Netz explosionsartig verbreitet“, so Spannhake. Auf YouTube wurde der Film schon mehr als 1600 Mal aufgerufen. Auch Schulleiterin Petra Sehrt ist mit dem Film glücklich. „Er ist an keiner Stelle schulmeisterlich brav. Der Funke springt sofort über, wow!“

ahk

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

So verzichten Sie im Alltag auf unnötig viel Plastik

So verzichten Sie im Alltag auf unnötig viel Plastik

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Meistgelesene Artikel

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

19-Jährige prallt frontal gegen Baum

19-Jährige prallt frontal gegen Baum

Kanu kentert – zwei Teenager vermisst

Kanu kentert – zwei Teenager vermisst

Axthieb statt Lohn für Schwarzarbeiter

Axthieb statt Lohn für Schwarzarbeiter

Kommentare