Eckbert Fechner 40 Jahre bei Taxi-Böschen / Rund drei Millionen Kilometer zurückgelegt

Mit Leib und Seele Chauffeur

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Eckbert Fechner (l.) vor „seinem“ Taxi. Chef Sascha Böschen gratuliert mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß.

Verdn - Fast ein Mitarbeiter der ersten Stunde bei der Taxi-Böschen ist Eckbert Fechner. Am 24. November feierte er sein 40-jähriges Arbeitsjubiläum als Taxifahrer. Chef Sascha Böschen gratulierte mit einer Ehrenurkunde und einem Blumenstrauß. „Gerade im schnelllebigen Taxigewerbe ist es selten, dass jemand so lange dabei ist“, freute sich Böschen über die Loyalität seines Mitarbeiters.

Geboren wurde Fechner in der Nähe von Berlin, in Großwudicke bei Rathenow. 1960 zog er als Siebenjähriger mit seiner Familie nach Verden. Nach Abschluss der Schule machte er zunächst eine Lehre als Kraftfahrzeug-Mechaniker. Bei der Arbeit in der Werkstatt lernte er 1974 Seniorchef Günter Böschen kennen.

„Er hat mich überredet, bei ihm Taxi zu fahren. Erst nur am Wochenende und dann als fester Mitarbeiter. Daraus sind nun 40 Jahre geworden“, erzählte Fechner. Mittlerweile sei er Verdens dienstältester Taxifahrer. Rund drei Millionen Kilometer habe er in den 40 Jahren zurückgelegt. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die langen Touren. „Ich war einmal mit dem Taxi drei Tage lang in München, auch nach Brüssel, Berlin und Dresden bin ich schon gefahren“, so Fechner. Fast wäre er sogar einmal mit dem Taxi in Paris gewesen. Das war als Preis einer Tombola ausgelobt worden. Das Ehepaar entschied sich aber für die Alternative, eine Woche auf der Insel Fehmarn.

Probleme mit seinen Fahrgästen hat Eckbert Fechner fast nie. „99 Prozent der Kunden sind nett“, sagte er. „Das liegt aber natürlich auch am Fahrer“, fügte er schmunzelnd hinzu. Das kann sein Chef nur bestätigen. „Bei uns heißt es immer, schick man Ecki, der macht das schon.“

Eckbert Fechner tat immer mehr als nur „Dienst nach Vorschrift“. „Einmal habe ich eine Dame mit MS gefahren. Sie wohnte im zweiten Stock und musste mehrmals zum Zahnarzt. Die habe ich dann immer die Treppen rauf und runter getragen.“

Vier Generationen Böschen hat Fechner während seiner 40-jährigen Tätigkeit erlebt, seinen jetzigen Chef kennt er bereits seit dessen Geburt. Als kleiner Junge hat er oft in der Werkstatt gestanden und ihm beim Reparieren der Autos zugeschaut. „Kleinere Reparaturen habe ich 20 Jahre lang gemacht, bis der Junior soweit war“, erzählt Fechner.

Bereut hat er den Wechsel ins Taxigewerbe nie. „Ich bin mit Leib und Seele Taxifahrer. Es macht mir immer noch Spaß, morgens um fünf aufzustehen und zum Dienst zu gehen. Wenn ich nächstes Jahr in Rente gehe, wird mir sicher etwas fehlen“. Als stolzer Opa von vier Enkelkindern dürfte aber auch dann noch für genügend Abwechslung gesorgt sein.

ahk

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