Aufgalopp des Hannoveraner Verbandes in das Auktionsjahr 2018

Ein Drittel der Reitpferde wird Deutschland verlassen

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Teuerstes Dressurpferd war bei der Januar-Auktion mit 55 000 Euro der fünfjährigeRappe Dujardin, geritten von Sascha Böhnke. Der Hengst bleibt im Inland.

Verden - Der Aufgalopp des Hannoveraner Verbandes in das Auktionsjahr 2018 verlief zufriedenstellend. Bei der Januar-Auktion am Sonnabend wurden insgesamt 89 Reitpferde angeboten, von denen 87 einen Zuschlag erhielten. Wieder war es ein Springpferd, das zur Preisspitze avancierte. Der sechsjährige braune Wallach Pure Boy wurde für 87 000 Euro versteigert. Der Durchschnittspreis der 89 versteigerten Reitpferde betrug 18 590 Euro. Er war damit nicht ganz so hoch wie der Durchschnittspreis der Januar-Auktion 2017 (18 880 Euro).

Schon beim Freispringen am Vortag wurde der Wallach Pure Boy mit Applaus bedacht. Der Sechsjährige von Perigueux/Acorado (Züchter und Aussteller Rolf Trute, Cremlingen) überzeugte alle mit Talent und Vermögen im modernen Zuschnitt. „Vive la France“, rief Auktionator Bernd Hickert, als der Zuschlag bei 87.000 Euro erfolgte. Der Braune wurde an den französischen Springreiter Pascal Fatien, der in Portugal lebt und dort seine Pferde trainiert, verkauft. Schon bei der Elite-Auktion im vergangenen Herbst war Pascal Fatien in Verden fündig geworden.

Mit der Kopfnummer eins hatte der Don Frederic/Escudo-Sohn Dujardin (Züchter und Aussteller Henning Schulze, Tiddische) am Samstag für 55.000 Euro den Besitzer gewechselt. Der mit viel Bewegungsqualität ausgestattete Rappe wurde das teuerste Dressurpferd der Verdener Auktion im Januar.

Preisspitze bei der Januar-Auktion war der sechsjährige Wallach Pure Boy, derfür 86 000 Euro nach Frankreich versteigert wurde.

Außerdem wurden erstmals eine Gruppe von zehn dreijährigen Hengsten versteigert, die alle im Inland bleiben. Preisspitze war hier mit 15.000 Euro der dunkelbraune Hengst Froberger von Fürstenball/Friedensfürst/T., im Besitz von Heinrich Schartmann (Beesten).

Rund ein Drittel der Kollektion der Reitpferde wird Deutschland verlassen. Fünf Reitpferde sicherten sich Kunden aus Spanien, jeweils vier Mal kamen Frankreich und die Schweiz zum Zuge. „Anders als sonst gehörten dieses Mal mehr Spring- als Dressurpferde zur Kollektion. Den Dressurpferdezüchtern stehen für 2018 noch alle Möglichkeiten auf der Verdener Auktionsbühne offen“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. „Außerdem sind zahlreiche deutsche Topausbildungsställe zum Zuge gekommen. Wir werden also viele der Verdener Auktionspferde im Sport wiedersehen“, ist der Auktionsleiter überzeugt.

Versteigerungen aus der Region

Die Reitpferde von den Besitzern und Züchtern aus unserer Region wurden wie folgt versteigert: Anna-Lena Kuntzer (Eystrup) erhielt für ihre fünfjährige Stute Glamour Girl von Graf Top/Contendro I 26.000 Euro. Die von Horst Höger (Thedinghausen) gezüchtete Rappstute Diamantina von Dressage Royal/Robespierre wurde für 13.000 Euro versteigert. 

Carsten Niebuhr (Blender) erhielt für seinen vierjährigen Hengst Bravour von Bon Bravour/Don Crusador 20.000 Euro und die Zuchtgemeinschaft Hahne, Intschede & Werder (Thedinghausen) für die sechsjährige Stute Goldmarie von Goldfever I/Medicus xx 8000 Euro. Der fünfjährige braune Wallach Quentin von Quality/Golden Deister (Besitzer Fritz Dannenberg) wechselte für 10.000 Euro den Besitzer. Für die fünfjährige Stute Lotte von Londontime/Romancero H erhielt die BG Dittmer & Brunkhorst (Kirchlinteln) 18.000 Euro.

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